Rezension zu „Gespenster“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Gespenster

Autorin: Dolly Alderton

Verlag:  Atlantik Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur

Erschienen: 02.02.2021

Preis: 22,00€

Seitenanzahl: 381

Das Cover:

Die Farben finde ich wirklich richtig schön. Allerdings würde mich das Cover persönlich nicht ansprechen, weil es zwar schlicht ist – was ich mag – aber hier finde ich es irgendwie zu leer. Außerdem mag ich es nicht, wenn der Autorenname größer ist als der eigentliche Titel, aber das ist ja immer Geschmacksache.

Der Klappentext:

Die erfolgreiche Food-Autorin Nina George Dean trägt ihren zweiten Vornamen, weil ein Hit von Wham! an ihrem Geburtstag vor zweiunddreißig Jahren auf Platz eins der Charts stand. Das beeindruckt Max, den sie von einer Dating-App kennt und der auf rasante Weise ihr Herz erobert. Doch genauso schnell, wie er Nina an der Nachtbushaltestelle das ewige Glück versprochen hat, verschwindet er plötzlich wieder aus ihrem Leben – ohne eine Spur zu hinterlassen.

Gleichzeitig plant Ninas Exfreund seine Hochzeit, und ihre beste Freundin erwartet ihr zweites Baby. Und dann erkrankt ihr geliebter Vater an Demenz. Als Nina alles zu entgleiten droht, wünscht sie sich nur noch sehnlichst in ihre Jugendtage zurück – bis sie erkennt, dass das Leben immer in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft spielt.

Meine Meinung:

Das Buch klang wirklich sehr interessant und ich hatte viel Gutes über die Geschichte gehört, deshalb habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

Anfangs hatte ich wirklich einige Schwierigkeiten in das Buch zu kommen und habe es dann auch öfter weggelegt. Es gab dann immer wieder Phasen, in denen ich in dem Buch vorangekommen bin und es wirklich genossen habe, aber die Phasen, in denen ich das Buch weggelegt habe, haben überwogen.

Genau deshalb hat es auch wirklich einige Zeit gebraucht die Geschichte zu beenden, da ich leider öfter auch gar nicht viel Lust auf die Geschichte hatte, was wirklich schade war.

Ich hatte leider etwas ganze anderes erwartet und genau deshalb habe ich mir wahrscheinlich so schwer getan in die Geschichte zu finden.

Man verfolgt ein Jahr lang das Leben der erfolgreichen Food-Autorin Nina George Dean. Sie befindet sich in ihrem dreiunddreißigsten Lebensjahr und viele Probleme werden im Laufe der Geschichte auf sie zukommen. Nina selbst nennt dieses Jahr das „seltsamste Jahr meines Lebens“.

In dem Buch geht es viel über Beziehungen aller Art, Freundschaften, Liebesbeziehungen, die Beziehung zu den Eltern aber auch die Beziehung zu sich selbst.

Ich selbst bin um einiges jünger als die Protagonistin und ich glaube vor allem daran hat es am Ende tatsächlich auch am meisten gelegen. Ninas Probleme, Gedanken und Handlungen waren für mich oft einfach nicht nachvollziehbar. Das machte mir die Protagonistin sehr unnahbar. Ihre Art hat mich das ein oder andere Mal die Augen verdrehen lassen, weil ich es etwas dramatisch und sogar nervig fand.

Max fand ich eigentlich wirklich sympathisch, etwas vorschnell und eilig vielleicht, aber dennoch freundlich. Deshalb fand ich es umso trauriger, welche Rolle er im Laufe der Geschichte eingenommen hat und dass er doch nur kurzzeitig eine wichtige Rolle gespielt hat.

Auch mit den Nebencharakteren konnte ich nicht wirklich sympathisieren, da sie entweder keine wichtige Rolle gespielt haben oder in meinen Augen sehr dramatisch waren. Das alles fand ich wirklich unglaublich schade, da gerade Charaktere für mich sehr wichtig sind.

Da die Geschichte von Nina etwa ein Jahr geht, war es für mich oft leider nicht so spannend und teilweise sogar recht langweilig. Ich bin dann ab und zu auf das Hörbuch umgestiegen, damit ich in der Geschichte weiterkomme und das trotz dessen, dass ich es nicht wirklich spannend fand. Die Story habe ich dann also gehört, um weiterzukommen und um das Buch nicht wieder wegzulegen.

So etwas in der Art hatte ich bisher noch nie gelesen und deshalb bin ich umso enttäuschter, dass es mir leider nicht gefallen hat.

Vielleicht wird mir die Geschichte in einigen Jahren besser gefallen, wenn ich etwas älter bin und deshalb Ninas Geschichte, ihre Handlungen und Gedanken vielleicht besser nachvollziehen kann.

Allerdings würde ich deshalb trotzdem nicht sagen, dass das Buch für jüngere vielleicht nicht so geeignet ist, da das Buch einer Freundin von mir zum Beispiel sehr gefallen hat. Aber es war einfach keine Geschichte für mich, da ich auch einfach etwas ganz anderes erwartet hatte und damit ganz andere Erwartungen an die Story hatte.

Ninas Leben zu verfolgen war oft etwas langatmig oder sogar langweilig, weil in einem Jahr eben nicht so viel Spannendes passiert. Sonst wäre es vermutlich auch etwas unrealistisch geworden.

Aber dennoch konnte mich das Buch, das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen. Außerdem habe ich auch ein wenig aus der Geschichte von Nina mitgenommen.

Fazit:

Leider konnte mich das Buch nicht überraschen oder überzeugen. Ich hatte von Anfang an mit etwas ganz anderem gerechnet und wahrscheinlich lag es auch an meinem Alter, dass ich Ninas Gedanken und Handlungen oft einfach nicht wirklich verstehen oder nachvollziehen konnte.

Aber ich denke, dass das Buch – vor allem vielleicht Leute die gerade selbst in der gleichen oder ähnlichen Lebensphase wie Nina sind – Leuten helfen und gefallen kann und wird.

„Gespenster“ ist ein Buch, das leider nicht meines war, aber anderen Leuten, die vielleicht etwas älter sind gefallen kann.

2,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Autokorecktur“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Autokorecktur

Autorin: Grace Austin

Verlag: Wreaders Verlag

Genre: Poesie

Erschienen: 01.06.2021

Preis: 9,50€

Seitenanzahl: 106

Das Cover:

Ich finde die Art der Cover zu „Autokorrektur“ und „Autokorecktur“ wirklich richtig schön. Die Zeichnungen sind sehr gelungen und passen zum Genre Poesie. Ich könnte mich gar nicht entscheiden welches Cover mir besser gefällt, dieses Cover oder das zu „Autokorrektur“

Der Klappentext:

„Was hat sich der Autor dabei gedacht?“

Poesie, bei der ich mir nichts gedacht habe.

Meine Meinung:

Poesie zu bewerten und vor allem zu rezensieren fällt mir jedes Mal aufs Neue schwer. Bücher an sich sind etwas Subjektives aber vor allem im Genre Poesie ist es wahnsinnig unterschiedlich. Man kann das gleiche Buch an zwei verschiedenen Tagen lesen und kann am Ende unterschiedliche Meinungen haben.

Genau das liebe ich an Poesie, aber das ist auch der Punkt, der es schwierig macht, eine Rezension dazu zu schreiben.

Manchmal kann man ein Gefühl nachvollziehen, das beschrieben wird an einem anderen Tag kann man es überhaupt nicht nachvollziehen. Manche beschriebenen Situationen hat man schon erlebt und kann dadurch das Gedicht verstehen und nachvollziehen oder man kann nicht verstehen was der Autor oder die Autorin damit beschreiben möchte, weil man noch nie in einer vergleichbaren Lage oder Situation war.

Aber manchmal interpretiert man in die Worte des Autors auch ganz andere Dinge hinein, die der Autor gar nicht beabsichtigt hatte oder vielleicht gar nicht meinte.

„Autokorecktur“ war nicht mein erstes Poesiebuch von Grace Austin. Wird aber hoffentlich auch nicht mein letztes Bleiben, da ich sehr hoffe, dass noch mehr Bände kommen.

Was ich an den Beiden Poesiebänden „Autokorrektur“ und „Autokorecktur“ neben den wundervollen Covern noch sehr mag sind die Illustrationen im Buch. Illustrationen findet man immer öfter in Poesie Bänden, aber hier gibt es zu jedem einzelnen Gedicht eine passende Zeichnung und das habe ich so bisher noch nie gesehen.

Ich finde durch die Illustrationen wirkt das Buch lebendiger und frischt die Zeilen gleichzeitig auch noch auf. Das hat mir wirklich gut gefallen, zumal die Illustrationen wirklich sehr schön sind.

Nach dem Beenden von „Autokorecktur“ habe ich festgestellt, dass mir „Autokorrektur“ besser gefallen hat. Ich habe mehr nachvollziehen können und auch mehr markiert, als in diesem Poesieband aber wie gesagt ist das ja immer sehr variabel.

Das Buch hatte einige wirklich schöne Gedichte, die mir sehr gefallen haben. Vor allem aber fand ich schön wie das Thema LGBTQA+ mit eingebaut wurde und das nicht nur in die Illustrationen.

Ich bin sehr gespannt, wie ich den Band nach einem reread finden werde und ob ich dann mehr nachvollziehen kann, was die Autorin mit ihren Worten und Illustrationen sagt.

Fazit:

Auch wenn mir „Autokorrektur“ mehr zugesagt hat, fand ich diesen Poesieband auch wirklich toll. Die Worte der Autorin Grace Austin sind wirklich toll sowie die Themen, die sie gewählt hat und durch die wunderschönen Illustrationen wurde all das geschmückt.

„Autokorecktur“ ist ein wirklich schöner Poesieband mit wundervollen Themen und Illustrationen.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank an BoD und den Wreaders Verlag für das Rezensionsexemplar . Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension „The Music of what Happens“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: The music of what happens

Autor: Bill Konigsberg

Verlag: One Verlag

Genre: Liebesroman

Erschienen: 27.11.2020

Preis: 12,90€

Seitenanzahl: 445

Das Cover:

Ich finde das Cover wirklich richtig schön. Es erinnert mich irgendwie an die englischen Buchcover, die ich so sehr liebe. Meiner Meinung nach hätte man den Food-Truck noch auf das Cover bringen können, da er eine wichtige Rolle spielt und Jordan und Max, die Protagonisten, sich so auch kennenlernen und näherkommen.

Der Klappentext: 

Jordan und Max könnten unterschiedlicher nicht sein: Max liebt Sport und Videospiele, während Jordan eher introvertiert ist und gerne Gedichte schreibt. Die beiden kennen sich kaum, bis sie in den Sommerferien gemeinsam den alten Food-Truck von Jordans verstorbenem Vater übernehmen sollen.

Keine leichte Aufgabe, denn sie haben keine Ahnung davon. Doch Jordan und seine Mutter sind auf das Geld, das der Truck abwirft, dringend angewiesen, wenn sie ihr Dach über dem Kopf nicht verlieren wollen.

Währenddessen kämpft Max hinter seiner immer gut gelaunten Fassade mit seinen ganz eigenen Problemen. Gemeinsam überwinden die beiden so einige Hindernisse – und merken dabei ganz langsam, dass zwischen ihnen mehr ist als bloß Freundschaft …

Meine Meinung:

Jordans und Max Geschichte stand schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste. Umso gespannter war ich, die Geschichte der Beiden endlich zu lesen, auch weil ich in der Vergangenheit viele verschiedene Meinungen zu dem Buch gehört hatte und mir selbst ein Bild davon machen wollte.

In die Geschichte kam ich eigentlich ganz gut rein. Aber ich hatte schon recht früh das Gefühl, dass ich in der Geschichte einfach nicht weiterkomme. Deshalb bin ich nach etwa 50-100 Seiten auf das Hörbuch gesprungen. Für mich hat sich die Geschichte einfach etwas gezogen und konnte mich nicht richtig packen und ich hatte die Hoffnung, dass es durch das Hörbuch hören besser werden würde.

Ich bin immer mal wieder auf das Buch umgestiegen als ich das Gefühl hatte, dass es gerade spannend wurde oder, dass sich gerade irgendetwas verändern würde. Allerdings bin dann doch irgendwie immer wieder beim Hörbuch gelandet, weil ich immer noch das Gefühl hatte, einfach nicht in der Geschichte weiterzukommen und das den Lesefluss und die Lust enorm gestört hat. Das Ganze wurde erst zum Ende hin besser und etwa die letzten 100 Seiten habe ich dann auch wieder gelesen.

Für mich war es tatsächlich die beste Entscheidung das Buch immer mal wieder als Hörbuch zu hören beziehungsweise hauptsächlich als Hörbuch zu hören, weil ich sonst das Buch immer wieder weggelegt hätte oder das Buch pausiert hätte. Und dann hätte ich wieder einige Seiten gebraucht, um in die Geschichte zu finden und so weiter. Deshalb war es für mich die beste Entscheidung dieses Buch zu hören und zwischendurch immer mal wieder zu lesen.

Die Idee mit dem Food-Truck fand ich wirklich sehr interessant und spannend, da ich so etwas in der Art bisher noch nie gelesen hatte. Allerdings fand ich es sehr leichtsinnig von Jordan und Max zu denken, dass sie einfach einen Food-Truck führen könnten, ohne sich vorher genauer schlau zu machen.

Sie hatten sich nicht genauer erkundigt oder vorbereitet, was alles zu beachten oder zu tun war. Sie haben einfach sofort mit dem Food-Truck gestartet, obwohl sie sich kaum kannten und auch mit dem Thema nicht auskannten. Menschen hätten wirklich verletzt werden können aufgrund ihres Verhaltens. Beide hatten nicht wirklich viel Ahnung vom Kochen, aber wollten einen Food-Truck führen, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen. Natürlich sind beide Minderjährig und so eine Aufgabe ist nicht für sie geeignet gewesen, aber ich denke, dass deutlich jüngere Menschen klüger gehandelt hätten als sie.

Mit Max und vor allem Jordan hatte ich bis zum Ende hin meine Schwierigkeiten. Ich wurde nie warm mit den Beiden und hatte Probleme ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Max war eigentlich ganz nett, aber Jordan war ein sehr spezieller Charakter und auf Grund dessen wurde ich nie mit ihm warm.

Aber nicht nur die Protagonisten haben mir nicht ganz so zugesagt, sondern auch die Nebencharaktere, die Freunde von den Beiden. Ich weiß schon gar nicht mehr ihre Namen, aber Jordan hatte zwei Mädchen als seine besten Freundinnen und Max zwei Jungs. In meinen Augen kann man aber die Freundschaft innerhalb der dreier Grüppchen nicht wirklich Freundschaft nennen. Aber vor allem das Verhalten der zwei Mädchen fand ich teilweise wirklich schockierend und nicht in Ordnung. Teilweise fand ich die Freundschaften untereinander sogar etwas toxisch. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich alle mehr als Bekannte verhielten, als als langjährige Freunde.

Aber nicht nur mit den Freundschaften hatte ich ab und zu meine Probleme, sondern auch mit der Beziehung und Freundschaft zwischen Jordan und Max. Vor allem am Anfang als sie sich noch nicht so gut kannten haben sie viel geurteilt und Dinge gesagt und gedacht, die in meinen Augen einfach nicht okay waren. Dabei hätten Beide wirklich froh sein müssen, dass alles so gekommen ist wie es gekommen ist. Denn Jordan hätte ohne Max vielleicht kein Dach mehr über dem Kopf und Max hat einen Job bekommen, der deutlich besser ist, als der den seine Mutter ihm andrehen wollte. Es war für Beide also eine Win-Win-Situation und dennoch hatte ich das Gefühl, dass Beide es einfach nicht wertschätzen.

Im Laufe der Geschichte hat sich ihre Beziehung verbessert, aber dennoch waren einige Gedankengänge oder Handlungen in meinen Augen immer noch nicht nachvollziehbar oder in Ordnung. Für mich kam ihre Chemie und Verbindung einfach nicht wirklich rüber was ich wirklich schade fand.

Etwa 150 Seiten vor dem Ende schien erstmal alles gut zu sein aber anhand der noch übrig gebliebenen Seiten war mir klar, dass da noch irgendwas kommen musste. Ich hatte wirklich gehofft das etwas – in meinen Augen – realistisches passieren würde oder etwas das ich nachvollziehen konnte aber auch nicht unnötig dramatisch wirkte. Allerdings kam für mich das Ende beziehungsweise der Verlauf etwas gezwungen rüber.

Die Idee, dass Jordans Gedichte nicht nur ein Thema waren, sondern man sie als Leser auch lesen konnte, fand ich wirklich toll. Aber auch dass die originalen Gedichte am Ende des Buches noch einmal aufgelistet wurden hat mir sehr gefallen.

Was den Titel des Buches anging wurde ich am Ende auch noch sehr überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der Titel eine Bedeutung haben würde. Deshalb war ich umso positiver überrascht, dass der Titel dann am Ende tatsächlich eine poetische und tiefere Bedeutung hatte.

Der Schreibstil war eigentlich ganz nett. Er war nicht besonders aber auch nicht langweilig oder flach. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil lag, dass ich das Gefühl hatte in dem Buch nicht voranzukommen oder ob es an den Charakteren lag oder doch an der Handlung.

Die Geschichte war eigentlich ganz nett. Die Charaktere waren süß zusammen, auch wenn ich teilweise meine Probleme mit ihnen als Charaktere hatte oder mit deren Beziehung zueinander, aber dennoch war die Geschichte schön für zwischendurch. Allerdings glaube ich nicht – und das finde ich wirklich schade – dass mir die Geschichte länger in Erinnerung bleiben wird.

Ich finde es wirklich unglaublich schade, dass ich meine Probleme mit den Charakteren hatte, die auf den ersten Blick eigentlich wirklich sympathisch gewirkt hatten. Aber auch die Handlung konnte mich leider einfach nicht wirklich von sich überzeugen, wobei diese wirklich viel Potential hatte. Die Idee mit dem Food-Truck fand ich wirklich großartig und auch wirklich unglaublich spannend, da ich so etwas in der Art noch nie gelesen hatte.

Ich fand wirklich gut, dass ein sehr sensibles, aber wichtiges Thema in dem Buch Platz gefunden hat. Denn es zeigt, dass ES auch jedem widerfahren kann, aber auch anders sein kann. Ich fand hier wurden die Stereotypen umgangen und das hat mir wirklich sehr gut gefallen, da das Thema oft gleich beschrieben wird. In meinen Augen hätte man das aber auch genauso in die Triggerwarnung mit hineinschreiben sollen und nicht den Begriff nutzen sollen der genutzt wurde.

Aber an sich wurden in dem Buch mehrere wichtige Themen besprochen, wenn auch teilweise nur kurz, aber dennoch fand ich das wirklich gut.

Ich habe lange Zeit gebraucht, um zu überlegen, wie ich das Buch bewerten möchte. Denn einerseits war es eigentlich eine ganz süße Geschichte für zwischendurch andererseits hatte ich aber auch einige Kritikpunkte, einige schwerwiegender als die anderen. Gleich nach dem Beenden der Geschichte wollte ich dem Buch 2,5 bis 3 Sterne geben. Die drei Sterne waren dabei wirklich gut gemeint gewesen. Aber umso mehr ich über die Story nachgedacht habe desto mehr ist mir aufgefallen und desto mehr haben mich gewisse Dinge gestört.

Fazit:

Auch wenn ich wirklich gespannt auf das Buch war und mich darauf gefreut habe die Beiden kennenzulernen bin ich jetzt nach dem Beenden leider umso enttäuschter. In meinen Augen hatte die Geschichte, die Charaktere sowie die Themen wirklich Potenzial. Aber meiner Meinung nach wurde das leider nicht ausgeschöpft.

Max und Jordan waren nette Charaktere, mit denen ich leider bis zum Ende hin nicht warm geworden bin, aber vor allem mit ihren Freunden hatte ich wirklich meine Probleme. Da in meinen Augen das zwischen ihnen keine richtige und echte Freundschaft ist. Zumindest ist es nicht unbedingt eine gesunde Freundschaft, auch wenn sich zum Ende hin ihre Beziehungen zueinander verbessert haben.

„The music of what happens” hatte wirklich Potenzial und wichtige Themen, aber in meinen Augen wurde das leider nicht ausgeschöpft.

2,5⭐️ von 5⭐️

Vielen lieben Dank an die Bloggerjury und den One Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Kissing in the rain“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Kissing in the rain

Autorin: Kelly Moran

Verlag: Kyss Verlag

Genre: Liebesroman

Erschienen: 18.05.2021

Preis: 12,99€

Seitenanzahl: 477

Das Cover:

Ich mag das Cover wirklich sehr. Es hat mich durch seine Goldfarben einfach sofort angesprochen. Aber er sieht nicht nur schön aus, sondern passt meiner Meinung nach auch wirklich gut zum Inhalt der Geschichte.

Der Klappentext:

Liebe und andere Katastrophen …

Camryn Covic hat eine große, verrückte und laute Familie. Und als Camryns Freund eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester Schluss macht, weiß sie genau, dass das die Feier ruinieren wird. «Camryn, warum bist du noch nicht verheiratet? Camryn, warum kannst du keinen Mann halten? Camryn, warum ziehst du dich nicht hübscher an? Camryn, der Trauzeuge ist noch Single!» Die ganze Hochzeit würde sich nur noch um sie drehen. Dass ihre Schwester vorschlägt, jemand anderen als ihren Freund auszugeben, ist trotzdem irre. Irre, aber nachvollziehbar. Und deshalb lässt Camryn sich darauf ein. Was soll schon schiefgehen? Abgesehen davon, dass ihr niemand glaubt, dass sie mit dem gutaussehenden und allseits beliebten Troy zusammen ist. Dass Troy sie deswegen vor der versammelten Familie küsst. Und dass dieser dämliche Kuss etwas mit ihr anstellt, das ganz und gar nicht geplant war …

Meine Meinung:

„Kissing in the rain“ war tatsächlich mein allererstes Buch der Autorin und deshalb war ich umso gespannter auf die Geschichte. Vor allem aber weil ich von Ihrer bekannten „Redwood“-Reihe so unglaublich viel Gutes gehört habe.

Was mir sofort positiv aufgefallen ist, ist die Innengestaltung des Buches. Man findet die goldbraunen Blätter des Covers immer wieder im Buch aber auch das Logo mit den Bergen auf dem Cover wurde in der Innengestaltung mit aufgenommen. Die schöne Zeichnung ist über jedem Kapitelanfang zu finden. Aber auch die Lebensweisheiten, zumindest wenn es nach Camryn geht, fand ich wirklich schön aufgemacht und eine tolle Idee.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr angenehm und deshalb kam ich wirklich gut und schnell durch die Geschichte. Ich konnte mir alles wirklich gut durch den lockerleichten Schreibstil vorstellen.

Camryn lebt in einer großen, verrückten und lauten Familie. Am Anfang fand ich ihre Familie teilweise noch sehr amüsant, aber nach einiger Zeit war es mir teilweise zu dramatisch und zu krass. Ihre Familie, vor allem ihre Großmutter, ist teilweise wirklich ein Biest gewesen und deshalb konnte ich ehrlicherweise oft nicht nachvollziehen warum Camryn so gut von ihrer Familie sprach, weil diese einfach nicht nett war. Vor allem ihr gegenüber waren sie teilweise wirklich unverschämt unfreundlich und das sollte in einer Familie nicht sein. Auch wenn es hier oft als humorvoll betitelt war fand ich das persönlich nicht lustig. In meinen Augen hatte ihre Familie ihr ihr Selbstbewusstsein genommen und war dazu auch noch unverschämt zu ihr.

Camryn ist ziemlich außergewöhnlich. Ihr Verhalten, ihre Art wie sie denkt… alles an ihr ist anders als bei vielen anderen Menschen. Und genau das ist auch der Grund beziehungsweise einer der Gründe warum ihr Freund Schluss macht. Ihr langjähriger Freund macht ausgerechnet zwei Wochen vor der Hochzeit ihrer Schwester mit ihr Schluss. Aber als ob es nicht schon reichen würde mit ihr Schluss zu machen und sie auf ihrer gemeinsamen Arbeit bloßzustellen, beleidigt er sie auch noch auf unverschämte Art und Weise.

Jemand neues muss her. Jemand muss sie auf die Hochzeit ihrer Schwester begleiten, weil Camryn sonst das Gesprächsthema Nummer 1 wäre und sie damit in ihrer Augen die Feier ihrer Schwester zerstören würde. Die ganze Hochzeit würde es sich nur noch um sie und ihre gescheiterte Beziehung drehen oder warum sie immer noch nicht verheiratet war oder warum sie keinen Mann halten konnte und das musste sie verhindern.

Auch wenn es hoffnungslos erscheint in kürzester Zeit einen Freund zu finden oder jemanden der sich als dieser ausgibt, ist der Vorschlag ihrer Schwester einen Callboy zu engagieren etwas zu hoffnungslos. Der Vorschlag ist irre aber laut Camryn nachvollziehbar. Allerdings ist die Idee doch zu irre und sie engagiert keinen, was man durch den Klappentext dennoch denken könnte. Ich dachte eigentlich, dass es sich laut Klappentext um eine Callboy-Story handelt. Aber Camryn engagiert keinen Callboy, sondern fragt Troy, ob er sich für einige Tage als ihr langjähriger Freund ausgeben würde. Troy ist schon so etwas wie ein Teil ihrer Familie, da sich Camryns Eltern früher um ihn gekümmert haben, genau genommen ist er also ihr Pflegebruder.

Troy lässt sich auf die Sache ein, er spielt Camryns langjährigen Freund, den die Familie bisher noch nie kennengelernt hat. Sie kennen weder den Namen noch sonst etwas von ihrem Exfreund und so fällt es niemanden auf, dass Troy und sie die Beziehung nur vorspielen. Die Beiden müssen für einige Tage ein Paar spielen bis sie dann wieder getrennte Wege gehen. Nach der Hochzeit werden sie verkünden, dass sie sich getrennt haben. So lautet zumindest der nicht ausgereifte Plan. Ob das gut gehen kann?

Aber die Tage sollen nicht nur ein Akt der Schauspielerei werden, sondern auch für Camryn ein Weg zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe werden. Troy möchte ihr helfen, sich selbst mehr zu lieben aber auch aus ihrer Komfortzone herauszukommen und das Leben zu genießen.  Deshalb hat er eine Liste erstellt mit Dingen die Camryn unbedingt einmal erleben sollte, aber noch nie gemacht oder bekommen hat. Und in der Zeit bis zur Hochzeit versucht Troy die Liste mit ihr abzuarbeiten. Einen ganzen Tag nichts tun, Blumen geschenkt bekommen, ihre Familie anschreien und vieles mehr.

Mit Camryn hatte ich öfter meine Probleme. Sie war zwar meistens freundlich trotz der ganzen Schikane ihrer Familie, aber für mich wirkte der Charakter zu extrem, zu weit weg. Ich konnte ihre Art oder ihr Handeln ziemlich selten nachvollziehen und konnte so keine Verbindung oder ähnliches zu ihr aufbauen. Ich fand sie teilweise sogar etwas anstrengend was ich wirklich schade fand.

Troy hat sich wirklich viel Mühe gegeben, er hat versucht Camryn die Stütze und den Halt zu geben den sie von ihrer Familie nicht bekommt. Er hat versucht ihr dabei zu helfen sich selbst zu finden und zu entwickeln.

Troy war wirklich ein sehr liebenswerter Charakter, den ich ab und zu gerne in den Arm genommen hätte. Eigentlich hätte er nichts machen müssen, aber er hat so viele wundervolle Dinge für Camryn getan, dass mir das Herz aufging. Er war wirklich süß, die Beiden waren wirklich süß zusammen.

Allerdings waren sie auch oft ein wenig anstrengend zusammen. Sie haben sich ihre aufkommenden Gefühle nie eingestanden und alles immer auf die Liste geschoben. Außerdem hätte das ein oder andere klärende Gespräch viel Drama zwischen den Beiden oder auch zwischen Camryn und ihrer Familie verhindern können.

Vor allem aber das Beide – besonders aber Camryn – alles auf die Liste geschoben haben, obwohl es ganz offensichtlich war, hat mich irgendwann etwas genervt. Die Liste war die Antwort auf alles, auf alle Gefühle oder gute Taten. Camryn konnte nie einsehen, dass man einfach mal etwas gutes für sie tun konnte ohne einen besonderen Grund.

Teilweise fand ich die ganze Geschichte etwas schnell. Die Beiden kennen sich zwar schon Jahre lang aber eigentlich kennen sich die Beiden doch gar nicht. Sie haben zeitweise ihre Kindheit miteinander verbracht und im selben Haus gewohnt, sie haben sich von ihren Dämonen erzählt und waren füreinander da. Aber dennoch kennen sich die Beiden nicht wirklich und lernen sich erst einmal richtig kennen. Deshalb fand ich, dass sich ihre Verbindung etwas zu schnell aufgebaut hat auch mit dem Hintergrund, dass Camryn etwas Verbindungsscheu ist.

Und dann kam das Ende. Die Beiden kannten sich etwa zwei Wochen in denen sie sich richtig kennengelernt haben und dann war es schon zu Ende. Für mich hat das Ende einfach nicht gepasst, in meinen Augen war es nicht realistisch und auch deutlich zu schnell.

Die Geschichte hatte wirklich viel Potenzial und war auch sehr süß, aber in meinen Augen einfach zu schnell und dann zu unrealistisch. Für mich passte das Ende einfach nicht zu Camryn und ihrer Art. In meinen Augen hätte die Geschichte eine Dilogie werden können.

Denn ich würde gerne wissen wie die Beziehung zwischen Camyrn und Troy außerhalb der Hochzeitsblase läuft und wie sie zusammen sind ohne das sie vor anderen so tun, als wären sie ein Paar. Das alles hätte ich wirklich interessant gefunden und hätte man alles in einem zweiten Band packen können. Es wurde einfach viel Wert auf die Hochzeit beziehungsweise die Tage davor gelegt, dass man nie erfährt wie es nach der Hochzeit und den Tagen danach weitergeht beziehungsweise wie sie sich als echtes Paar machen.

Troy ist mir sehr ans Herz gewachsen und auch die Art der Selbstliebe und Selbstfindung von Camryn. Ich bin nach einer Zeit mit ihr warm geworden, teilweise hat sie mich zwar immer noch etwas genervt aber das wurde mit der Zeit besser, da sich ihre Art im Laufe der Geschichte ein wenig verändert hat. Auch wenn mich „Kissing in the rain“ nicht 100-prozentig überzeugen konnte freue ich mich dennoch wahnsinnig auf die anderen Bücher der Autorin.

Was ich am Ende noch richtig richtig toll fand, waren die Rezepte die es hinten passend zur Geschichte gibt. Ich freue mich schon das ein oder andere Rezept auszuprobieren.

Fazit:

„Kissing in the rain“ hat mich leider nicht komplett überzeugen können. Es war ein schönes Buch für Zwischendurch aber in meinen Augen einfach zu schnell, was man vielleicht mit einem zweiten Band hätte lösen können. Aber dennoch war das Buch sehr angenehm und locker leicht zu lesen und vor allem Troy ist mir sehr ans Herz gewachsen.

„Kissing in the rain“ ist ein Buch über Selbstfindung, Selbstakzeptanz, Mut, Familie und ganz viel Liebe, dessen Potenzial in meinen Augen nicht ganz ausgeschöpft wurde.

3,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank an den Kyss Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „In all seinen Farben“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: In all seinen Farben

Autor: George Lester

Verlag: One Verlag

Genre: Jugendroman

Erschienen: 25.06.2021

Preis: 12,90€

Seitenanzahl: 383

Das Cover:

Mich hat das Cover zu „In all seinen Farben“ sofort angesprochen, da es einem einfach sofort ins Auge springt durch seine Regenbogenfarben. Man kann durch das Cover schon ein wenig erraten, worum es in dem Buch geht, ohne vorher den Klappentext gelesen zu haben und das mag ich sehr an dem Cover.

Der Klappentext:

In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt.

Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag-Queen-Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht …

Meine Meinung:

Ich hatte mich sehr auf die Geschichte von Robin gefreut, da sie wirklich vielversprechend klang. Ich finde Drag und alles was dazu gehört sehr spannend und interessant, aber ich habe bisher noch kein Buch über dieses Thema gelesen und kenne mich bisher auch noch nicht so gut in dem Gebiet aus und war deshalb umso gespannter.

Robin Coopers Traum zerplatzt mit einer weiteren Absage eines Colleges, an dem er sich beworben hat. Für ihn bricht die Welt zusammen, sein größter Traum an der Schauspielschule zu studieren verpufft wie eine Rauchwolke. Zumindest in seinen Augen.

Aber nicht nur, dass er keine Ahnung hat was er mit seinem Leben anstellen soll macht ihm zu schaffen, sondern auch sein Freund. Sein GF.GF steht für geheimer Freund so nennt Natalie, seine beste Freundin, seinen Freund Connor. Denn die Beiden sind zwar zusammen, aber Connor ist nicht geoutet und auch ihre Beziehung ist ein großes Geheimnis. Connor bekennt sich nicht offen zu ihm, er hat nicht nur eine schwierige Familie, sondern auch homofeindliche Freunde. Robin ist wirklich sehr gutmütig zu ihm, denn man sollte sich erst dann outen, wenn man dazu bereit ist. Aber Connor und Robin sollen nicht einmal miteinander reden und das alles macht Robin mehr zu schaffen, als er anfangs denkt.

In den ersten 100 Seiten geht es viel darum zu erfahren wer Robin ist und was ihn ausmacht. Wer sind seine Freunde und wie ist die Beziehung zwischen Robin und seinem Mum? Wer ist Connor und wie haben sich die Beiden kennengelernt?

Manchmal war es mir in den ersten 100 Seiten schon etwas zu dramatisch, vor allem die Sache mit der Absage der Schauspielschule war etwas extrem. Natürlich verstehe ich, dass Robin sehr niedergeschlagen ist, da sein Traum geplatzt ist und sein Verhalten bis zu einem gewissen Grad wirklich nachvollziehbar ist. Allerdings war es in meinen Augen zu extrem und zu dramatisch, da es ja dennoch weitere Möglichkeiten gibt und er sich auch einfach nächstes Jahr wieder bewerben könnte. Aber er ist einfach zutiefst getroffen und niedergeschlagen.

Deshalb will er seinen 18. Geburtstag eigentlich auch gar nicht feiern, er hat keine Lust rauszugehen um irgendetwas zu machen, er möchte einfach nichts tun und seiner Trauer nachgehen. Aber als Natalie vorschlägt an seinem 18. Geburtstag in eine Drag Show namens „Dragcellence“ zu gehen ist er hell auf begeistert. Denn eine seiner liebsten Shows ist „RuPaul’s Drag Race“. Er ist ein Fan von der Show hat aber noch nie eine Drag Queen live gesehen, sondern nur im Fernsehen und deshalb ist die Show für ihn ein wahres Erlebnis. Vor allem aber eine Drag Queen hat es Robin angetan ihr Name ist Kaye Bye. Auch Tage nach seinem unvergesslichen Geburtstag in der Gay Bar mit der Drag Queen Show kann Robin einfach nicht aufhören an Kaye Bye zu denken. Außerdem merkt er schnell, dass er genau das auch machen möchte. Auf der Bühne in Kleidern, Make-up und Perücke stehen und singen. Robin möchte eine Drag Queen werden.

Bei seinem nächsten Besuch im Entity, der Gay Bar,  meldet ihn Natalie ohne seinen Wissens für den Karaokeabend an, der an diesem Abend stattfindet. Robin ist erst einmal ziemlich überrumpelt, weil er sich nicht vorbereiten konnte, aber gleich vor versammelter Mannschaft singen soll. Deshalb geht er nach draußen um sich dort in Ruhe einzusingen, sich vorbereiten zu können und auch ein wenig der Nervosität loszuwerden, die sich in ihm gesammelt hat.

Doch draußen trifft er ausgerechnet auf Connor, der ihm deutlich zu verstehen gibt was er von seinem bisschen Make-up im Gesicht hält und dann kommen auch noch Connors Freunde. Doch Seth, der neu an der Schule ist und mit seinen Freunden zusammen in die Bar gekommen ist, kommt Robin zur Hilfe bevor schlimmeres passieren kann. Robin versetzt Connors Verhalten einen Dolch in die Brust und dennoch gibt es auf der Bühne mehr oder weniger sein Bestes. Aber dadurch, dass er so aufgewühlt ist und sich nicht vorbereiten konnte, endet sein Auftritt in einer Katastrophe zumindest in Robins Augen. Deshalb rennt er nach draußen und weint.

Doch auch wenn der Abend ein Desaster war, wird er für Robin unvergesslich, als er Kaye Bay trifft. Erst erkennt er in ihm nur den Techniker in gewöhnlichen Klamotten, aber dann merkt er, dass er die Person vor sich stehen hat, die in ihm dem Traum der Drag Queen erweckt hat.

Und dann lädt Dieser Robin ein Morgen wieder zu kommen, damit die Beiden über Make-up, Drag und vieles mehr quatschen können. So kommt es, dass Kaye Bye Robins Drag Mother wird. Eine Drag Mother ist eine Person, die einer aufstrebenden Queen auf ihrem Weg begleitet, ihr Tipps und Tricks gibt und vieles mehr. Kaye Bye zeigt Robin alles was er über Make up, Klamotten und Drag im allgemeinen wissen muss.

Was mir wirklich gut gefallen hat ist, dass diese Geschichte wirklich einiges erklärt und auch über das Thema aufklärt. Hinten im Buch gibt es auch noch ein Glossar mit Drag Begriffen, die man vielleicht noch nicht kennt. Aber es gibt auch eine Liste mit Drag Queen Namen, die erklärt werden. Denn viele Drag Queen Namen sind popkulturelle Referenzen und/ oder Wortspiele. Kaye Bye zum Beispiel steht für Okay, Bye (okay tschüss) was ihre Charakterart widerspiegelt.

Es ist wirklich schön Robin dabei mitzuverfolgen wie er seinen Weg als Drag Queen geht und sich selbst findet. Allerdings war es mir teilweise einfach zu viel Drama. Man hätte viele Dinge schnell und einfach mit einem Gespräch klären können, da einiges wirklich sehr unnötig war. Teilweise habe ich das Drama auch gar nicht verstanden oder nachvollziehen können. Aber dennoch habe ich die Reise von Robin sehr genossen, da man wirklich viel lernen und erfahren konnte. Das wird definitiv nicht mein letztes Drag Queen Buch gewesen sein, da ich das Thema wirklich faszinierend finde. Außerdem ist die Show „RuPaul’s Drag Race“ sofort auf meine Watchliste gewandert und ich freue mich schon sehr sie zu sehen.

Wie gesagt war mir manchmal das Drama etwas zu viel oder aber auch die Art wie Menschen geredet, gehandelt oder gesprochen haben fand ich manchmal etwas zu viel. Aber dennoch wird mir die süße Geschichte von Robin noch lange im Gedächtnis bleiben.

Das war das Debüt des Autors und ich hoffe, dass man noch mehr von Ihm lesen wird. Ich finde man hat teilweise auch einfach gemerkt, dass der Autor weiß wovon er da gerade schreibt, denn George Lester ist selbst eine Drag Queen namens That Gurrrl.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich sehr angenehm gewesen und durch die lockerleichte Art kam man wirklich sehr schnell durch das Buch.

Fazit:

„In all seinen Farben“ von George Lester ist nicht nur eine informatives, sondern auch ein sehr humorvolles und süßes Buch. Ich habe die Geschichte wirklich genossen, aber teilweise war es mir persönlich einfach zu viel des Guten und zu dramatisch, da man das meiste unnötige Drama durch ein klärendes Gespräch verhindern hätte können.

Ich hoffe sehr, dass wir von dem Autor noch mehr Geschichten lesen werden, denn Drag Queen Stories gibt es leider viel zu wenige.

„In all seinen Farben“ ist eine süße und informative Geschichte über Drag Queens, aber auch über Themen wie Liebe, Freundschaft, Mobbing und Selbstfindung.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank an die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „The Memories we make“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: The memories we make

Autorin: Maya Hughes

Verlag: Lyx Verlag

Genre: Liebesroman

Erschienen: 28.05.2021

Preis: 12,90€

Seitenanzahl: 387

Das Cover:

Ich bin ein Coveropfer was die Lyx-Cover angeht, da sie genau meinen Geschmack treffen. Ich liebe die einfacheren Cover, die aber dennoch ins Auge stechen. Das Cover zu diesem Band hat die kräftigsten Farben und sticht aus der Reihe sehr heraus, weil die anderen sehr ähnlich aussehen, was ich etwas schade finde. Aber dieses Cover finde ich wirklich schön.

Der Klappentext:

Sich in ihn zu verlieben stand nicht auf ihrer To-Do-Liste

Persephone Alexander ist ein Mathegenie, liebt Organisation – und hat das „normale“ Collegeleben irgendwie verpasst. Daher hat sie sich vorgenommen, bis zum Ende des Semesters eine Liste mit Erfahrungen abzuarbeiten und dabei unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Seph will feiern gehen, Freunde finden, sich verlieben – ihr erstes Mal erleben. Doch dafür braucht sie den richtigen Partner. Kurzerhand veranstaltet sie ein Casting und ist überrascht, als ausgerechnet College-Football-Star Reece Michaels sich dazu bereit erklärt, ihr beim Abhaken ihrer To-do-Liste zu helfen – ausgenommen beim Verlieben und dem Sex …

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich im englischsprachigen Raum schon viel Gutes über die Reihe gehört habe. Deshalb habe ich mich sehr gefreut als ich gesehen hab, dass die Reihe im Lyx-Verlag erscheint. Der Klappentext klang sehr spannend, auch wenn ich am Anfang etwas Angst hatte, dass es zu sehr in die Richtung Mauerblümchen – Bad Boy geht. Denn darauf ließ der Klappentext anfangs schließen.

Aber ich habe nach einiger Zeit gemerkt, dass einen nicht unbedingt die typische Mauerblümchen – Bad Boy Geschichte erwartet.

Seph ist unglaublich schlau, sie ist ein Mathegenie, liebt Organisation und trägt am liebsten Blazer und Blusen. Sie hat keine Freunde am College, sie hatte noch nie Freunde auch nicht als kleines Mädchen. Aber das ist nicht das Einzige was sie noch nie in ihrem Leben hatte oder getan hat. Und bevor das aktuelle Semester endet, möchte sie einige Dinge erleben, die für Menschen in ihrem Alter ganz normal sind oder sie zumindest alle schon einmal erlebt haben.

Sie möchte schwimmen lernen, sich verlieben, Sex haben sowie Freunde finden. Seph möchte so viele Dinge tun, die sie bald nicht mehr tun kann, weil ihr Vater sie in ein Doktorandenprogramm an einer Elite-Uni stecken möchte. Deshalb gibt Seph, eigentlich aus Versehen eine Anzeige auf. Aber keine normale Anzeige, sondern eine Anzeige, in der sie jemanden sucht, der ihr ihre Jungfräulichkeit nimmt.  

Allein der Gedanke, dass man so eine Anzeige aufnehmen könnte, ist bestimmt schon komisch und Seph merkt schnell selbst, dass das eine doofe Idee ist. Aber die Anzeige ist gepostet und so findet sie sich am vereinbarten Treffpunkt des Castings wieder. Denn vielleicht könnte ja tatsächlich jemand kommen?

Reece ist Football Star, er ist auf dem besten Weg ein Profi zu werden. Seph denkt vor ihr sitzt ein Kandidat – ein wahnsinnig gutaussehender Kandidat – Reece dagegen denkt, er hat seine neue Medienberaterin vor sich sitzen. Viele komische Fragen später stellt Reece fest, dass er sich mitten in Sephs Casting befindet und nicht seine Medienberaterin so komische Dinge von ihm wissen will. Als er herausfindet was Seph da gerade veranstaltet, setzt der Beschützerinstinkt in ihm ein. Er verscheucht alle Jungen, bevor sie auch nur in die Nähe von Seph kommen können, und das gelingt ihm bis auf eine Aufnahme auch wirklich gut. Seph dagegen ist enttäuscht, sie hatte gehofft, dass doch mehr als nur ein Junge nach ihrem Aufruf auftauchen würde.

Die Beide müssen viel aneinander denken und so kommt es, dass Reece Seph hilft einige erste Male von ihrer Liste abzuhaken. Er wird ihr bei jedem Punkt helfen außer bei den Punkten Sex und Verlieben.

Am Anfang habe ich Seph für sehr verklemmt gehalten, sie verhält sich so ganz anders als andere Leute in ihrem Alter Aber im Lauf der Geschichte erfährt man, warum sie so ganz anders ist, warum sie sich anders verhält, warum sie sich anders anzieht und was sie prägt. Ihr Vater drillt sie, sie durfte nie Freunde haben und hat immer Mathe lernen müssen, während andere Kinder in ihrem Alter gespielt haben. Die Kinder in ihrer Straße sind Roller gefahren und sie saß in ihrem Zimmer hat Mathe gelernt oder Geige gespielt, aber selbst das durfte sie nicht mehr, als ihr Vater gemerkt hat, dass sie größere Erfolge mit Mathe erzielen würde. Sie hatte aber nicht nur keine Freunde, sondern auch noch nie eine Geburtstagsparty. Dinge, die für andere ganz normal waren, hat sie nie erleben dürfen.

Ihren Vater streng zu nennen wäre eine Untertreibung. Ich habe ihn von Anfang an nicht leiden können, schon im allerersten Kapitel war er mir einfach von Grund auf unsympathisch und da wusste ich noch gar nicht wie unsympathisch er wirklich ist -wie gemein er wirklich ist.

Reese dagegen war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er hätte die Jungs nicht mit Blicken aus dem Café werfen müssen, hätte sie einfach zu Seph lassen können, aber dennoch hat er einer Fremden geholfen. Aber auch sonst war er mir einfach sympathisch, er ist wirklich sehr freundlich gegenüber Seph und seinen Freunden, liebt seine Familie und ist einfach zum Gernhaben.

Reece hilft Seph ihre Liste abzuhaken und dabei lernen sie sich immer besser kenne und verbringen auch immer mehr Zeit miteinander. Auch wenn einige ihrer ersten Male wie das Schwimmen detaillierter erklärt wurden, hätte ich mir dennoch gewünscht mehr darüber zu lesen. Es wurde teilweise einfach nur erzählt, dass sie Zeit miteinander verbracht haben und irgendwas gemacht haben aber nie was sie gemacht haben. Das fand ich etwas schade, da das sicher interessant gewesen wäre, was Seph noch alles nicht gemacht hat aber unbedingt einmal machen wollte.

Schon recht am Anfang hatte ich öfter das Gefühl, dass eine neue Szene angefangen wird, wobei die alte noch nicht ganz abgeschlossen gewirkt hat. So ist es mir mehr als einmal passiert, dass ich total verwirrt war, wenn ich realisiert habe, dass wir uns bereits an einem neuen Tag befinden oder an einem anderen Ort.

Teilweise wusste ich auch nicht, ob wir uns noch in der alten Szene befinden und der Protagonist oder die Protagonistin einfach sehr intensiv an die Zukunft denkt oder wir uns tatsächlich schon in einer neuen Szene befinden. Oder auch in der allerersten Szene habe ich länger gebraucht, um zu verstehen, dass Seph telefoniert und das mit ihrem Vater. Das ist mir nicht nur einmal passiert und das hat mich leider immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, was ich wirklich schade fand.

Das Buch hat keinen richtigen Plotwist, die Geschichte floss einfach so vor sich hin, aber ich fand das ehrlicherweise nicht wirklich schlimm. Ich habe auch erst gemerkt, dass es gar keine Wendungen gab, als ich das Buch noch einmal Revue passieren ließ. Ich kann aber verstehen, wenn andere sagen, dass das etwas zu langweilig war, aber für mich war es genau die richtige Geschichte zur richtigen Zeit.

Am Ende hätte ich gerne noch ein bisschen mehr über die Beiden zusammen gelesen. Wie benehmen sie sich als Paar? Verhalten sie sich immer noch so wie vorher?

Gleich nach dem Beenden des Buches hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben und das trotz dessen, dass ich öfter einige Schwierigkeiten mit einigen Szenen hatte, aber das Ende hat erst einmal all meine Kritikpunkte überlagert und vergessen lassen. Aber umso mehr ich über die Geschichte nachgedacht habe umso mehr Dinge sind mir eingefallen, die mich beim Lesen gestört haben. Umso mehr haben mich gewisse Dinge dann doch mehr gestört, als ich nach dem Lesen gedacht habe.

Zum Beispiel wird eine Sache, die öfter benannt wird im Laufe der Geschichte und Recce wirklich prägt nie aufgelöst und das finde ich wirklich schade, denn so konnte ich im Rückblick einige seiner Handlungen nicht nachvollziehen.

Trotz einiger Schwierigkeiten war der Schreibstil wirklich sehr angenehm gewesen und ich hatte das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen. Das wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein, auch wenn ich eine Kritikpunkte habe, aber dennoch konnte mich das Buch unterhalten und ich habe mir viel markiert. Die Geschichte hatte wirklich viel Potenzial, dass in meinen Augen nicht richtig ausgeschöpft wurde.

Fazit:

„The memories we make“ ist eine Geschichte mit viel Potenzial, dass in meinen Augen nicht ganz ausgeschöpft wurde. Die Charaktere sind wirklich sympathisch und ich konnte die meisten Handlungen gut nachvollziehen. Aber auch die Nebencharakter habe ich in mein Herz geschlossen und so freue ich mich schon auf die weiteren Bände der Reihe.

Der Schreibstil war sehr angenehm und ich kam trotz einiger Holprigkeiten gut durch das Buch. Außerdem habe ich mir vor allem zum Ende hin wirklich viel markiert.

„The memories we make“ ist ein leichtes Buch für Zwischendurch mit sympathischen Charakteren und einem angenehmen Schreibstil.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Bloggerjury für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „bark&bite“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: bark & bite – The darker stories 7

Autorin: Sarah Baines

Verlag: Selfpublishing

Genre: Dark Romance

Erschienen: 09.05.2019

Preis: 10,99€

Seitenanzahl: 304

Das Cover:

Ich liebe es. Allgemein finde ich Blumen auf Covern richtig schön und die Schrift wurde auch einfach sehr schön hervorgehoben. Das Cover ist zwar recht dunkel und spielt damit etwas auf seinen Inhalt an, aber wenn man die Blumen anschaut, könnte man meinen, einen erwartet eine schöne leichte Liebesgeschichte. Der Kontrast ist wirklich toll! In dem Buch geht es um Kokain und das lässt die chemische Formel unten rechts auf dem Cover schon schließen, die Idee ist wirklich großartig.

Der Klappentext:

Wenn meine Familie eines beherrscht, dann die Kunst zu sterben. Wie die Fliegen. Jetzt sind mein Cousin und meine Cousine verschwunden und ich habe nichts Besseres zu tun, als mich auf die Suche nach ihnen zu machen. Dumm, ich weiß. Aber sie sind das Letzte, was mir von meiner Familie geblieben ist.

Als der Portugiese mir mit seinen Bluthunden die Tür eintritt, weiß ich, dass die Scheiße auf meiner Türschwelle gelandet ist. Immerhin, ich schaffe es, nicht sofort erschossen zu werden. Ich kann einen Deal aushandeln. Aber jetzt ist es umso wichtiger, meine Familie zu finden.

Willkommen in Santiago de Cali, der Stadt, in der jedes Jahr fünfzig von hunderttausend Menschen ermordet werden.
Ich will überleben.
Länger als die dreißig Tage, die er mir gegeben hat.

Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, da der Klappentext einfach richtig spannend klang und mir die bisherigen Bücher, die ich von der Autorin Sarah Baines gelesen habe, sehr gefallen haben. Sowohl ihre dunkleren Romane als auch ihre Fantasy-Geschichten mit den Wölfen konnten mich überzeugen.

Teresa hat eher unfreiwillig sieben Jahre mit ihrer Mutter in Portland in den USA gelebt, da ihre Mutter dort gehofft hat, dass sie die Liebe ihres Lebens wieder zurückbekommen könnte. Doch Teresas Vater hatte sich in Portland schon eine neue Familie gegründet und ihre Mum musste einsehen, dass sie nur eine gelegentliche Affäre für ihn war. Mit ihrem zerplatzten Traum konnte sie nicht leben und hat sich das Leben genommen. Teresas Meinung nach hatte ihre Familie die Angewohnheit zu sterben: ihre Mutter an Naivität, ihr Vater an Dummheit und ihre Tante und ihr Onkel an Ignoranz. Sie hatte niemanden mehr außer ihrer Cousine und ihren Cousin in ihrem Heimatsort.

Als ihre Cousine Lucia, die für sie wie eine Schwester war, sie dann unter Tränen anruft, dass ihr Bruder Enrico verschwunden sei, macht sich Teresa sofort auf den Weg zu ihrer Cousine und das trotz ihrer eindringlichen Warnung. Doch als sie vor dem Haus, wenn man es so nennen konnte, stand in der ihre Cousine und ihr Cousin lebten, ist alles verwüstet und weder von Enrico noch von Lucia ist eine Spur zu sehen.

Von ihrer Cousine wusste sie, dass Enrico anscheinend in irgendetwas verwickelt war, aber wie tief er tatsächlich in Dinge verwickelt war, merkt Teresa spätestens dann, als in ihre Wohnungstür eingetreten wird und der Portugiese vor ihr steht. Schon als Kind wurde jeder vor ihm gewarnt, denn wenn Sebastián Javier Desiderio Nunes Moreira – der Portugiese – vor einem stand bedeutet das den Tod. Doch als ihr Sebastián die Waffe an den Kopf hält, weint sie nicht oder versucht sich aus der Lage, in der ihre Familie steckte zu retten und das imponiert ihm. Sie machen einen Deal. Teresa hat 30 Tage Zeit ihre Familie und die Ware, die ihr Cousin Enrico Sebastián gestohlen hat zu finden, außerdem schuldet Teresa ihm die Hälfte des Geldes, die die gestohlene Ware wert war.

Und so befindet sich Teresa wenig später in Sebastiáns Apartment. Teresa soll für Sebastián das Tagebuch ihrer Cousine übersetzen, dass zum Ende hin in einem Geheimcode geschrieben wurde. Lucia und sie hatten diesen Code als Kinder perfektioniert und so beginnt ein Abenteuer, dass Teresa und Sebastián durch die ganze Stadt führen würde. Ihre Cousine Lucia hatte ihr Hinweise hinterlassen, wo sie sich aufhielt, damit auch sicher nur Teresa sie finden würde.

Ich fand Teresa von Anfang an sehr mutig und stark, sie ist in die gefährlichste Stadt Kolumbiens gegangen, um ihrer Familie zu helfen und das ganz ohne Waffen oder andere Dinge, die ihr Schutz bieten könnten. Sie ist mit zweiundzwanzig noch recht jung doch ihre harte Vergangenheit haben sie geprägt, aber auch sehr abgebrüht und das hat man sofort gemerkt. Ihr ist ihre Cousine wahnsinnig wichtig, Familie ist für sie wichtig und so macht sie sich mit einem wichtigen Drogenboss an ihrer Seite auf die Suche nach ihrer Familie. Sie weint nicht – nie- und genau dieser Umstand lässt sie am Leben, denn ihr Verhalten imponiert Sebastián. Ich mochte ihren Charakter im Laufe der Geschichte immer mehr, vor allem ab der Mitte habe ich sehr mit ihr gelitten und mitgefühlt. Sie ist wirklich ein herzensguter Charakter, das merkt man vor allem im Umgang mit der kleinen Alamea.

Sebastián ist ein sehr mysteriöser und geheimnisvoller Charakter, was ihn wirklich spannend und interessant wirken lässt. Bis zum Ende hin kennt man noch nicht einmal sein Alter. Es gibt nur eine Handvoll Dinge, die man über ihn weiß. Eine Narbe, die seine eine Gesichtshälfte ziert, kam von einem Kampf, bei dem Sein Gegenüber nicht kampflos gestorben ist.  Sebastián hat die Geschäfte seines Vorgängers übernommen, da dieser ihn ausschalten wollte und so kam er zu seiner Narbe und zu seinem Geschäft.  Einerseits scheint er sehr gewissenlos zu sein. Er lässt Menschen töten, tötet selbst und lässt Menschen foltern bis sie reden. Doch andererseits ist er teilweise unbeholfen, er macht sich Sorgen um Teresa und pflegt sie, als sie hohes Fieber bekommen hat und so weiter. Er ist und bleibt ein gewissenloser Mann, der mit Kokain sein Geld verdient, aber andererseits hat er auch eine sympathische Seite an sich.

Die fünfjährige Alamea, die im Laufe der Geschichte auch eine wichtigere Rolle spielt, ist einfach unfassbar süß. Sie hat keine normale Kindheit und das merkt man an ihrem Verhalten. Umso schöner ist es, sie dabei zu beobachten, wie sie im Laufe der Geschichte immer weiter aufblüht und immer mehr Kind ist.

Die Geschichte rund um Teresa, Sebastián und das Abenteuer, dass die Suche ihrer Cousine Lucia bringt, war wirklich spannend. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, weil ich immer unbedingt wissen wollte, wie es weitegeht. Manchmal war es etwas krasser, so dass ich schlucken musste, aber genau das habe ich auch bei dem siebten Band der „Darker Stories“ erwartet.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich sehr spannend und flüssig und ich habe gar nicht gemerkt, wie sehr die Zeit vergangen ist. Ich freue mich schon sehr auf die anderen Bücher der Autorin, die ich schon Zuhause habe.

Das Ende war wirklich richtig schön und es hat mich gefreut, dass es eine weitere zarte Liebesgeschichte in die Geschichte geschafft hat. Teresa und Sebastián sind wirklich toll zusammen, so sehr man auch am Anfang daran zweifeln mag.

Die Geschichte ist teilweise auch sehr humorvoll und hat mich auch oft zum Schmunzeln gebracht.

Santiago de Cali war eine sehr spannende Stadt und ein wirklich interessantes Setting. Auch durch das Nachwort der Autorin, dass ich wirklich interessant und wirklich wichtig finde, hat man noch einmal einen besonderen Einblick in die gefährlichste Stadt Kolumbiens bekommen.

Fazit:

Auch dieses Buch der Autorin hat mir wieder einmal sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die anderen Bücher der „Darker Stories“-Reihe. Der Schreibstil war wie zu erwarten sehr flüssig und spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und Kolumbien zu verlassen.

„bark&bite“ ist ein spannendes Buch mit authentischen und geheimnisvollen Charakteren und einem Setting in einem der gefährlichsten Städte der Welt.

4,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Sarah für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Lebe als gäbe es kein Morgen“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Lebe als gäbe es kein Morgen

Autorin: Charlotte Taylor

Verlag: Selfpublishing

Genre: Liebesroman

Erschienen: 27.11.2020

Preis: 12,99€

Seitenanzahl: 395

Das Cover:

Ich wollte unbedingt noch das alte Cover haben, das zum Roman von Sarah Saxx „Liebe als wäre dein Herz nie gebrochen“ passt. Auch wenn ich das neue Cover mit dem Orca schöner finde, sollten die beiden Cover im Regal einfach schön zusammenpassen und das tun sie mit dem Cover definitiv.

Der Klappentext:

Lebe als gäbe es kein Morgen. Morgen kann alles schon vorbei sein …

Wale sind Reed Archers große Leidenschaft und neben seiner dreizehnjährigen Tochter Grace sein ganzer Lebensinhalt. Fünf Jahre nach dem Tod seiner Frau fühlt er sich endlich bereit für eine neue Liebe.

Wenn die Vergangenheit nicht ruhen will, muss man sich ihr stellen. Kiona Brooks will in ihrer alten Heimat endlich tiefe Wunden heilen und herausfinden, warum Orcas sie so magisch anziehen.

Eine abenteuerliche Kajak-Tour zu den imposanten Schwertwalen vor der winterlichen Küste Vancouver Islands schweißt Kiona und Reed auf unwiderstehliche Weise zusammen. Doch haben se tatsächlich dasselbe Ziel?

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr auf diese Geschichte gefreut und war wirklich froh, dass ich das Buch noch mit dem alten Cover bekommen habe, dass passend zu Sarah Saxxs Cover zu „Liebe als wäre dein Herz nie gebrochen“ gestaltet wurde.

Aber ich habe mich auch sehr auf die Geschichte gefreut, weil ich Orcas oder allgemein Meerestiere sehr interessant finde. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, in dem diese majestätischen Tiere eine Rolle gespielt haben.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan mit dem Buch. Ich habe lange nicht richtig in die Geschichte gefunden beziehungsweise kam lange nicht in den Flow. Am Anfang wusste ich nicht genau, woran das lag, denn mir hat die Geschichte an sich gut gefallen. Aber im weiteren Verlauf der Geschichte habe ich gemerkt, dass sich die ersten 150 Seiten in meinen Augen etwas gezogen haben und es wohl dann daran lag.

Aber gerade als ich wirklich in die Geschichte gefunden hatte lief alles etwas schnell. In den ersten 150 Seiten wurde vieles erklärt zum Beispiel einige spannende Dinge zum Thema Wale. Und auch wenn das wirklich interessant war, habe ich nur darauf gewartet, dass die Protagonisten endlich aufeinandertreffen würden. Nach einem sehr kurzen Treffen zwischen den Beiden und einer weiteren hitzigen Diskussion zum Thema Wale begeben sich die Beiden auf ein gemeinsames Abenteuer. Reed nimmt Kiona auf seinem Kajak mit zu den Orcas.

Der fünfunddreißigjährige Reed ist alleinerziehender Vater der dreizehnjährigen Grace und dem vierbeinigen Ollie, seitdem vor fünf Jahren seine Frau Emily bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Neben Grace sind die Wale sein ganzer Lebensinhalt. Er betreibt „Scott´s Spout Scouts“ eine Whale-Watching Unternehmen und arbeitet an seiner Doktorarbeit.

Kiona Brooks, hat nicht nur einen wundervollen Namen, sondern ist auch eine sympathische Protagonistin. Sie ist neunundzwanzig Jahre alt und erst seit kurzem wieder zurück in ihrem Heimatort. Dort möchte sich Kiona ihrer Vergangenheit stellen, aber sie wird sich im Laufe der Geschichte mehr stellen müssen als nur ihrer schwierigen Vergangenheit.

Die neunundzwanzigjährige ist Grace Kunstlehrerin und möchte ihren Schülern aber mehr beibringen als nur normalen Unterrichtsstoff. Deshalb verbündet sie sich mit ihrem Kollegen Liam und kurze Zeit später setzt sich die ganze Schule für Fridays for Future ein. Jeden Freitag früh streiken die Schüler und in den Unterrichtsstunden lernen sie einige wichtige Dinge zum Thema Klimawandel.

Kiona ist kein Fan von dem Reeds Unternehmen, sie ist der Meinung, dass die Orcas durch den lauten Lärm der Motoren gestört werden, und das erzählt sie auch ihren Schülern. So kommt es, dass die Kinder, unter denen sich auch Grace befindet, gegen Reed und seine Kollegen protestieren. „Whale-Watching ist wie Walfang und Tierquälerei“

Das passt Reed natürlich absolut nicht, da er mit den großen Unternehmen, die die Tiere mit den lauten Motoren wirklich stören, in eine Schublade gesteckt wird. Das lässt er sich nicht gefallen, denn er nutzt Kajaks und nur sehr selten größere Boote, die den Tieren Angst einjagen könnten. Ihm ist der Lebensraum der Tiere sehr wichtig und deshalb setzt er sich seit Jahren dafür ein. Und so kommt es, dass Reed Kiona dazu überredet mit ihm zu den Walen zu fahren. In einem Kajak.

Kiona, die zu den Orcas schon immer eine innige Bindung hatte, aber noch nie einen aus der Nähe betrachten konnte, nimmt die Fahrt emotional extrem mit. Ihr gemeinsamer Trip endet in einer Achterbahn der Gefühle und schließlich in einem Bett mit Reed, dem Vater einer ihrer Schülerinnen. Reed, der sie einfach nur gehalten hat, als die Gefühle der Begegnung mit den Orcas über sie schwappten. Reed mit dem sie eine unfassbar tiefe Verbindung spürt. Reed, der sie auch ohne Worte zu verstehen scheint.

Das Ganze verlief für mich etwas schnell. Am Vorabend haben sich die Beiden noch gestritten und konnten sich mutmaßlich nicht ausstehen und dann ist da auf einmal diese Verbindung zwischen den Beiden.

Ich mochte die Beiden wirklich sehr gerne miteinander und hatte viele Aww-Momente, weil sie einfach so süß zusammen waren. Die besonderen drei Worte wurden schon innerhalb zwei Wochen gesagt und auch wenn ich ihnen ihre gemeinsamen Gefühle definitiv geglaubt habe, ging alles doch etwas schnell in meinen Augen. Mir hat irgendwie etwas die Zeit zwischen dem ersten Treffen und den magischen drei Worten gefehlt, damit ich ihre Verbindung und ihre Gefühle zueinander besser verstanden hätte.

Ihre Beziehung entwickelt sich in vier Wochen wirklich schnell und das, obwohl sie nicht so viel Zeit miteinander verbringen, da so viel um sie herum passiert. Ich hätte sie gerne einfach mehr zusammen erlebt, damit ich ihre Gefühle zueinander besser hätte nachvollziehen können.

Dementsprechend war die Wendung für mich am Ende nicht wirklich so spannend, weil ich mit der Wendung sehr fest gerechnet habe. Aber ich habe mich dennoch sehr für die Beiden gefreut und freue mich sehr bald die kostenlose Bonusszene zu lesen und noch ein wenig mehr Zeit mit ihnen zu verbringen.

Aber nicht nur die Protagonisten mochte ich gerne, sondern auch Connor, den Nachbarn und besten Freund von Reed. Er ist Schwarzer Ex-Eishockey-Profi und für Grace wie ein Onkel. Connor ist schwul und hat in der Geschichte auch eine kleine Liebesgeschichte, die ich sehr mochte und es deshalb schade fand, dass man nicht allzu viel über seine Liebesgeschichte erfahren hat. Ich mochte es, dass seine Hautfarbe nicht so oft erwähnt wurde und nur in einem Nebensatz kurz erklärt wurde. Denn genau das ist es was das Ganze vermittelt: dunklere Hautfarbe ist etwas ganz Normales. Egal welche Farbe deine Haut hat, es ändert nicht an deiner Person oder deinem Charakter.

Den Tieraspekt in dem Buch mochte ich wirklich sehr. Nicht nur über die Wale und Delfine, sondern auch über Ollie, dem Hund von Reed und Grace, hätte ich ein ganzes Buch lesen können. Ollie ist einfach ein herzensguter Hund und ich habe die Szenen mit ihm geliebt. Wer hätte nicht gerne einen vierbeinigen Ollie in seinem Leben? Das Thema Wale war einfach unfassbar interessant und ich habe es wirklich sehr gemocht.

Was mir auch sehr gefallen hat, waren die Themen, die angesprochen wurden. Von Rassismus und Homophobie über Fridays for Future, Tierschutz und Tierquälerei bis hin zu Mobbing, Sexismus und Frauenhass. Man hat einfach gemerkt, dass die Themen der Autorin am Herzen liegen, denn genau so kamen sie auch in dem Buch rüber.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich sehr angenehm und ich bin auch nur so durch die Seiten geflogen, als ich einmal in der Geschichte drinnen war. „Lebe als gäbe es kein Morgen“ wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.

Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf „Liebe als wäre dein Herz nie gebrochen“ von Sarah Saxx Band 1 der Reihe, die man aber unabhängig voneinander lesen kann. In diesem Band wird es um einen weiteren Archer gehen, nämlich um den neunundzwanzigjährigen Easton, dem kleinen Bruder von Reed.

Fazit:

Trotz anfänglicher Länge mochte ich das Buch gerne. Die Themen, die das Buch behandelt hat, sind wirklich sehr wichtig und werden leider viel zu selten thematisiert.

Die Geschichte zwischen Reed und Kiona war sehr schön, auch wenn sie einen etwas schnellen Start hatte. Sie stellen sich gemeinsam einigen schwierigen Herausforderungen und ihr Zusammenhalt war wirklich schön mitzuerleben. Zusammen mit Grace und Ollie ergeben sie einfach eine wundervolle Familie.

„Lebe als gäbe es kein Morgen“ ist ein Buch, in dem viele wichtige Themen ihren Platz finden mit einem wunderschönen Setting und tierischen Begleitern, ob an Land oder im Wasser.

3,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Charlotte für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Soever say Soever“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Soever say Soever – auch wenn dein Verstand deine Begierde leugnet, lügt das Herz nie

Autorin: Yuna Drake

Verlag: Selfpublishing

Genre: Liebesroman

Erschienen: 07.05.2021

Preis: 14,90€

Seitenanzahl: 392

Das Cover:

Ich liebe es. Ich liebe die Farben vor allem aber das Gold, dass richtig schön im Licht schimmert. Außerdem finde ich es toll, dass die Goldpartikel und die Tiere sich nicht nur auf dem Cover befinden, sondern immer wieder auf dem Printumschlag zu sehen sind. Auch wenn ich das Cover zum letzten Band der „Never“-Reihe richtig schön finde, ist mein Lieblingscover immer noch das zu Band 1 „Never say Never“.

Der Klappentext:

Wenn er in Gefahr ist, wird sie ihn beschützen!

Während Moira sich an ihr altes Leben erinnern kann, lassen Abtrünnige der Vanags ihr und Kestas keine Möglichkeit, um durchzuatmen. Auch Arūnas will nicht tatenlos zusehen, wie sich die Vanags an Moira rächen.

Dabei gehen die Vanags ziemlich gewissenslos vor. Mit jedem Tag droht das Geheimnis aufzufliegen und Kestas als der brutalste Serienmörder, der in die Geschichte Litauens eingeht, überführt zu werden.

Werden Moira, Arūnas und Magnus das verhindern können?

Meine Meinung:

Ich habe mich schon sehr auf „Soever say Soever“, den vorerst finalen Band der „Never“-Reihe, gefreut und war sehr gespannt, wie die Geschichte von Moira weitergehen würde. Aber andererseits wollte ich auch nicht, dass die Reihe endet, weil ich vermutlich Ewigkeiten in Litauen verbringen könnte.

Die Reihe nahm im letzten Band eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte und ich war deshalb umso gespannter, wie es weitergehen würde.

Ich habe „Soever say Soever“ wie die ersten drei Bände in einem Rutsch verschlungen. Yuna Drakes Bücher sollte man nicht am Abend beginnen, weil man nicht aufhören kann sie zu lesen, aber ich werde wohl nie daraus lernen. Die Bücher der Autorin lassen einen alles vergessen: die Zeit, den Alltag und Stress um sich herum – einfach alles.

Ich war in Band 1 und 2 Team Arūnas, ich war schon Team Arūnas als es noch gar keine Teams gab. Aber dann kam Kestas und hat sich spätestens in Band 3 in mein Herz geschlichen. Und ab einem gewissen Punkt war ich Team Kestas und das hat sich bis zum Ende auch nicht mehr geändert. Er ist ein Serienmörder ohne Reue, er tötet, ohne mit der Wimper zu zucken und ohne lange zu überlegen. Das ist seine dunkle und düsterer Seite. Aber er ist auch noch liebevoller Vater von der kleinen Malvine und kümmert sich um den kleinen Wirbelwind so gut es ihm mit seinen zwei Jobs geht. Und dann wäre da auch noch die Art wie er mit Moira umgeht. Er kümmert und sorgt sich um sie und weiß was sie denkt, bevor Moira es auch nur ausgesprochen oder zu Ende gedacht hat. Tagsüber ist er ein angesehener Staatsanwalt und nachts ist er einer der brutalsten Mörder Litauens.

In „Never say Never“ und “Ever say Ever” war Arūnas der präsente Protagonist und man hat ihn besser kennengelernt. Aber auch wenn er präsent ist, weiß man bis zum Ende hin nur eine Handvoll Dinge über ihn. Auch Arūnas ist ein Mörder aber kein Mörder ohne Gewissen. Er zeigt Reue, ihn quält das Gewissen Menschen getötet zu haben. Ganz im Gegensatz zu Magnus.

Ohne dieses Gewissen und seine Reue, das ihm zu einem Anruf getrieben hat, würde Moira vielleicht heute noch in dem Callcenter arbeiten und hätte immer noch nicht ihre Erinnerungen zurückbekommen. Vielleicht hätte Magnus sie dann nie angerufen? Aber ich bin mir sicher Magnus hätte trotzdem irgendeinen Weg zu ihr und ihren Erinnerungen gefunden.

Moira ist wirklich eine sehr starke und mutige Protagonistin. Sie würde alles für Kestas machen was sie in „Soever say Soever“ nicht nur einmal unter Beweis stellt. Aber auf der anderen Seite ist sie nicht immer so taff, vor allem wenn es um Malvine geht, schlägt ihr Herz höher und sie ist sehr nervös.

Die „Never“-Reihe ist eigentlich Arūnas Reihe, aber in „Forever say Forever“ und „Soever say Soever“ ist er nicht mehr so präsent wie am Anfang. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört. Ich habe die „Broken Blackness“ und „Follow your Passion“ Reihen noch nicht gelesen und hatte damit anfangs keine tiefere und längere Bindung zu Arūnas. Dadurch habe ich mich wirklich sehr darüber gefreut, dass Kestas präsenter war und man mehr über ihn und Moiras Vergangenheit erfahren hat. Er ist und bleibt aber auch ein wirklich spannender und interessanter Charakter.

Die Geschichte war wie zu erwarten wieder sehr spannend und ich habe ein Kapitel nach dem anderen verschlungen. Gleich am Anfang passiert schon etwas actionreiches und die Spannung hat sich dann durch das gesamte Buch gezogen.

Aber auch der Schreibstil war wieder einmal sehr angenehm und flüssig. Man hat nie gemerkt wie viel man schon gelesen hat, weil man so sehr in Litauen und Moiras Leben gefangen war. Was ich auch sehr mochte war das Land, in dem die Reihe gespielt hat. Yuna Drakes Bücher und auch die von D. C. Odesza spielen fast immer in Ländern, die man durch Geschichten noch nichts so oft bereisen konnte. Ich glaube diese Reihe war tatsächlich meine erste Reihe, die in Litauen gespielt hat. Das finde ich einfach sehr angenehm und ist mir auch schon in der „Glow“-Reihe von D. C. Odesza positiv aufgefallen.

In der Reihe passiert etwas, was ich so noch nie irgendwo gelesen habe. Das war wirklich sehr spannend mitzuverfolgen und ich fand es auch wirklich gut, dass das in dem Buch thematisiert wurde, eben genau, weil es so selten vorkommt. Und zu der Reihe und den Charakteren hat es auch einfach richtig gut gepasst.

Kommen wir aber nun zum Ende der Geschichte. Das Ende hat auf jeden Fall noch einmal für einen Schmunzler bei mir gesorgt. Aber andererseits war ich auch traurig, dass die Geschichte schon vorbei sein sollte und ich keine weitere Zeit mehr mit den Dreien verbringen konnte. Umso mehr habe ich mich über den Zusatzepilog gefreut. Yunas letzte Worte vor dem Epilog waren: „Bist du bereit?“ und das konnte ich mit einem klaren ´Nein´ beantworten. Den Epilog habe ich aber natürlich trotzdem gelesen und saß danach ziemlich lange mit offenem Mund vor dem Buch. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn die Reihe weitergehen würde, vor allem nach diesem fiesen Ende.

Fazit:

Ich habe mich sehr auf den Abschluss der Reihe gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht. Die Reihe war atemberaubend spannend und actionreich. Man hat mit den Charakteren gebangt und bis zum Schluss standen noch einige Fragen offen. Der Schreibstil war wie zu erwarten sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch habe ich das Buch in einem Rutsch verschlungen.

„Soever say Soever“ ist ein spannender Abschluss der Reihe, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Die Reihe überzeugt mit authentischen Charakteren, einem angenehmen und flüssigen Schreibstil, vielen Geheimnissen und spannenden Szenen, die einen alles um sich herum vergessen lassen.

5⭐️ von 5⭐️

Danke liebe Yuna Drake für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Autokorrektur“

Rezensionsexemplar

Informationen:
Titel: Autokorrektur

Autorin: Grace Austin

Verlag: Wreaders Verlag

Genre: Poesie

Erschienen: 15.04.2020

Preis: 9,50€

Seitenanzahl: 105

Das Cover:

Ich finde es richtig richtig schön. Ich bin ja ein Fan von simpleren Covern und dieses hier ist echt toll. Außerdem gefällt mir die Zeichnung sehr und das Cover passt natürlich auch sehr gut zu „Autokorecktur“ dem „zweiten Band der Reihe“.

Der Klappentext:

»Poesie ist ein Spiel mit der Zeit.

Wie lange muss ich noch warten?«

Poesie, die bestimmt nicht dadurch entstanden ist, dass ich auf der Autokorrektur rumgetippt habe.

Meine Meinung:

Poesie ist ein Genre, bei dem ich mich jedes Mal aufs Neue schwertue, es zu bewerten. Poesie ist etwas in das jeder etwas anderes hineininterpretiert. Manche können eine beschriebene Situation nachvollziehen, andere verstehen absolut nicht was gemeint ist. Und so entsteht das individuelle an Poesie. Der Autor kann auch etwas ganz anderes angedeutet haben, aber jeder Leser kann dennoch seine eigenen Gefühle und Gedanken in die Worte anderer interpretieren.

1 Gedicht, 10 verschiedene Menschen, 10 verschiedene Interpretationen und Empfindungen.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und musste dementsprechend gleich anfangen mit dem wunderschönen Werk, als es bei mir eingetroffen ist. Ich habe gleich auch das gute Wetter ausgenutzt und mich mit „Autokorrektur“ in die Sonne gelegt und gelesen.

Und was soll ich sagen? Fast auf jeder zweiten Doppelseite klebt ein Post-it.

Ich wollte mir nur die Gedichte markieren, die mir wirklich gut gefallen haben und dennoch habe ich mir so viele markiert. Und ich denke das spricht eigentlich schon für sich.

Einige Gedichte haben mich sehr zum Nachdenken angeregt (zum Beispiel „Oktoberblätter“ oder auch „Zeit“)

Andere haben mich schmunzeln lassen und das nicht nur unbedingt, wegen des Gedichtes an sich („Rest in peace“)

Aber wieder andere dagegen waren sehr emotional geschrieben und haben mich so sehr berühren können („Gefangen“ oder „Risiko“ wären da meiner Meinung nach, zwei gute Beispiele)

Und die Mischung aus allem mochte ich wirklich sehr gerne. Ich freue mich schon sehr auf „Autokorecktur“ dem zweiten Band der Reihe.

Ich bin immer der Meinung, dass der Autor eines Poesie Buch alles richtig gemacht hat, wenn man über seine geschriebenen Worte nachdenkt, und das hat Grace definitiv geschafft. Über einige Gedichte denke ich immer noch nach und das ist das Besondere für mich an Poesie.

Dennoch gab es natürlich einige Gedichte, wo ich nicht genau wusste was die Autorin oder ihre Autokorrektur mir damit sagen wollte, aber ich denke das ist ganz normal.

Ich werde sicher noch öfter in dem Buch blättern, es vielleicht sogar rereaden oder einfach nur meine markierten Stellen anschauen und in Gedanken schwelgen.

Fazit:

Ich habe eigentlich fest damit gerechnet, dass mir das Buch gefallen würde, und dennoch wurde ich überrascht. Ich liebe die Widmung und natürlich die Danksagung, da es Beides so typisch Grace ist. Aber auch ihre Gedichte sind wirklich schön und ich habe mir ziemlich viel markiert. Ich schaue schon jetzt immer wieder meine markierten Stellen durch, um sie mir noch einmal durchzulesen.

„Autokorrektur“ ist ein berührendes Poesiebuch, dass mich zum Schmunzeln gebracht hat, aber auch zum Nachdenken anregt.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank BooksonDemand für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

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