Rezension zu „The Feeling for forever“

Rezensionsexemplar

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Informationen:

Titel: The Feeling of forever

Autorin: Yvy Kazi

Verlag: Lyx Verlag

Genre: Roman

Erschienen: 27.05.2022

Preis: 12,90€

Seitenanzahl: 470

Das Cover:

Ich liebe alle Cover der Reihe, aber das Cover zu Band 1 wird wohl immer mein Favorit bleiben. Allerdings liebe ich die Farbe von diesem Band sehr, es ist einfach mal eine ganz andere Farbe, die man vielleicht noch nicht im Regal stehen hat.

Der Klappentext:

Kann die Liebe dir den Mut geben, für dein perfektes Für immer zu kämpfen?

Penelope Perez ist die einzige Tochter eines erfolgreichen Selfmademillionärs und hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Doch schon ihr ganzes Leben begleitet sie das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Als sie Cameron Burton kennenlernt, wird diese Begegnung für Penny in mehr als einer Hinsicht zu einem Neuanfang. Denn sie merkt, dass es noch etwas anderes geben muss, als die Ansprüche ihrer Familie zu erfüllen. Cam ist nicht die Sorte Mann, die ihre Eltern gutheißen würden: Sein Design-Studium am St. Clair College kann er sich nur durch ein Footballstipendium leisten, und er ist bereits Vater einer kleinen Tochter – trotzdem fühlt Penny sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Mehr noch: Cam gibt ihr endlich den Mut, für ihren Traum zu kämpfen. Dabei könnte sie ausgerechnet die Erfüllung ihrer Wünsche wieder auseinanderreißen …

Meine Meinung:

Wie sehr habe ich mich bitte auf Band 3 der St.-Clair-Campus-Trilogie gefreut? Ich habe mich riesig gefreut. Für mich war Band 1 „The Dream of us“, die Geschichte rund um July und Drew ein absolutes Herzensbuch und eine Wohlfühlgeschichte. Auch Band 2 „The Reason of Love“, die die Story von Mateo und Haley erzählt, habe ich sehr geliebt. Und jetzt endlich war es so weit und Penelope konnte ihre Geschichte erzählen.

Penelope Perez lernt man bereits in den ersten beiden Bänden kennen und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich etwas skeptisch vor diesem Band war. Als Nebencharakter war sie nicht unbedingt mein liebster Charakter und nun sollte sie Protagonistin sein? Dennoch habe ich mich sehr gefreut sie näher kennenlernen zu können und auch Cam und seine kleine Tochter wollte ich unbedingt näher kennenlernen.

Ich war so positiv überrascht von Pennys Charakter. Anfangs (also in den anderen Bänden) konnte ich sie nicht genau einschätzen, aber hier fand ich sie gleich so sympathisch. Penelope macht vor allem in Band 1 einen große Charakterentwicklung vom reichen, verzogenen Mädchen zu einer liebevollen Freundin. Normalerweise beziehungsweise meistens liest man die Charakterentwicklungen eines wichtigen Charakters immer in seinem eigenen Band. Hier war es nicht der Fall und ich mochte es. So habe ich viel schneller zu ihr gefunden und habe ihren Charakter schneller ins Herz geschlossen.

Penelope ist die Tochter eines erfolgreichen Selfmademillionärs und fühlt sich von ihrer Familie nicht wirklich angenommen und akzeptiert. Sie hat falsche Freunde und einen miesen Freund mittlerweile Exfreund. In den ersten beiden Bänden hat sie sich nach und nach von Dingen, die ihr nicht guttaten, gelöst. Ich habe mich über eine Trennung wahrscheinlich schon lange nicht mehr so gefreut wie bei Pennys. Auch wenn sie mittlerweile einen neuen Freundeskreis hat, ist dennoch nicht alles gut. Denn das Problem mit ihren Eltern hat sich leider nicht in Luft aufgelöst. Ihre Eltern waren eine mittlere Katastrophe und ich wollte Penny so oft einfach in den Arm nehmen, da sie trotz ihrer Fehler und ihrem Verhalten in der Vergangenheit all das nicht verdient hatte.

Penny ist ein herzensguter Mensch. Sie ist loyal, witzig, aufrichtig und talentiert und dennoch voller Selbstzweifel. Diese kommen vor allem von ihrem Elternhaus, denn dort sind Lob und Verständnis sowie ein liebevolles Verhalten absolute Fremdwörter. Trotz ihres toxischen Zuhauses hat sie es geschafft sich zu einer wundervollen Frau entwickelt.

Cameron Burton – kurz Cam – ist ein herzensguter Mensch und hat mein Herz im Sturm erobert. Pennys Familie zeigt wie Eltern nicht sein sollten und Cam beweist was Liebe für ein Kind bedeutet. Für seine Tochter Lucy würde er fast alles tun und ich habe ihre gemeinsamen Szenen geliebt.

Lucy. Die erste Szene mit Lucy und Penny war so unglaublich süß. An sich habe ich die Beiden zusammen sehr gemocht. Jede Szene mit Lucy wurde gleich einfach viel besser.

Wir begleiten in „The Feeling of forever” Penny, die ihre To-Do-Liste abarbeiten möchte. So lautet der Erste Punkt, der auch immer gleich der Kapitelname ist: Einen One-Night-Stand haben. Ich habe die Idee mit der To-Do-Liste geliebt und die Idee, dass diese gleich auch immer der Kapitelname ist, fand ich großartig.

Ich liebe den Schreibstil von Yvy Kazi. Ich habe ihn in Band 1 geliebt, welchen ich innerhalb eines Tages verschlungen habe. Ich habe ihn in Band 2 geliebt, welches ich innerhalb eines Tages verschlungen habe. Ich habe ihn in Band 3 geliebt, welches ich innerhalb eines Tages verschlungen habe. Er ist einfach so flüssig und angenehm zu lesen, dass man immer weiterlesen möchte.

Ich freue mich schon sehr auf alles weitere von Yvy Kazi. Denn sie hat es geschafft, mit der St.-Clair-Campus-Trilogie zu meiner zweitliebsten New-Adult Reihe zu werden. Die wichtigen Themen, die sie auch in diesem Buch thematisiert hat, waren sehr wichtig und werden leider viel zu selten thematisiert. Es gibt auch eine Triggerwarnung, die man ernst nehmen sollte.

Auch wenn „The Feeling of forever” nicht „The Dream of us“ und „The Reason of us“ überholen konnte, habe ich es dennoch sehr geliebt. Ich habe die wichtigen Themen geliebt. Ich habe die Charaktere in mein Herz geschlossen. Ich habe die Geschichte verschlungen. Und dann kam das Ende. Es war wahrscheinlich das richtige Ende für die Geschichte, aber mir hat ehrlich gesagt irgendwie etwas gefehlt. So genau kann ich nicht benennen was genau, da war nur das Gefühl, dass etwas fehlt.

Das Ende ist auch der einzige „Kritikpunkt“, den ich an die ganze Reihe habe. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich die Charaktere noch nicht loslassen möchte. Von mir aus könnte ich eine Geschichte zu jedem einzelnen Nebencharakter, der jemals auch nur kurz erwähnt wurde, lesen.

Fazit:

Nun war es leider soweit und ich musste Abschied nehmen von den Charakteren der St.-Clair-Campus-Trilogie. Es ist mir nicht wirklich leichtgefallen und ich habe es etwas hinausgezögert, weil ich wusste, dass ich „The Feeling of forever“ wieder verschlingen würde.

Ich wurde von Penny als Protagonistin sehr positiv überrascht. Sie hat sich im Laufe der Trilogie zu einer herzensguten Person entwickelt und das trotz ihres toxischen Elternhauses. Die Liebe, die Penny nicht bekommen hat, hat Cam aber doppelt an seine Tochter Lucy gegeben. Ich habe die Beziehung zwischen den Beiden geliebt. Auch Cam war ein wundervoller Charakter und ich habe ihn bereits am Ende von Band 2 in mein Herz geschlossen.

Cam, Penny und Lucy sie waren wundervoll. Ich habe die Szenen zwischen den dreien oder auch zu zweit sehr geliebt und habe mich immer wieder gefreut von ihnen zu lesen. Was gibt es besseres als einen wundervollen Freund und einen liebevollen Vater und das in einer Person?

Band 1 „The Dream of us“ war ein Herzensbuch und eine Wohlfühlgeschichte.

Band 2 „The Reason of Love” war eine Wohlfühlgeschichte.

Band 3 “The Feeling of Forever” war ebenfalls eine Wohlfühlgeschichte.

“The Feeling of Forever” ist der Abschluss einen wundervollen Wohlfühlreihe mit liebevollen Charakteren, wichtigen Themen und einem flüssigen Schreibstil.

4,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank lieber Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Moonlight“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Moonlight – caught in her mind

Autorin: Tess Rayleigh

Verlag: Wreaders Verlag

Genre: Roman

Erschienen: 25.10.2021

Preis: 13,50€

Seitenanzahl: 304

Das Cover:

Ich persönlich mag das Cover sehr gerne. Die Farben, die Silhouetten einfach das Gesamtbild mag ich sehr gerne. Durch seine ganzen verschiedenen Blautöne fällt es auf jeden Fall in der Masse auf.

Der Klappentext:

Was ist deine Lieblingsfarbe?
Helles Blau mit einem milchigen Schleier.

Luana ist taubblind. Seit Jahren kann sie mit niemandem mehr reden, sich nur über Berührungen verständigen. Ihren Alltag bewältigt sie, so gut es geht, mit einem Lächeln auf den Lippen, auch wenn er nicht einfach ist. Abgeschieden und allein fragt sie sich, ob es auf der Welt nicht mehr gibt für jemanden wie sie.
Bis sie auf Flamur trifft, einen weltberühmten Sänger und ihre einzige Verbindung zur Außenwelt. Flamur, der ganz neue Gefühle in ihr auslöst. Doch sie ahnt nicht, welches Geheimnis er ihr verschweigt.

Meine Meinung:

Endlich war es so weit und „Moonlight – caught in her mind“ ist erschienen. Ich kenne die Autorin Tess schon einige Jahre und habe sie und ihren Prozess mitverfolgen können. Umso gespannter war ich, ihr Debüt endlich in den Händen halten zu können.

„Moonlight“ ist ein besonderes Buch und das liegt nicht nur daran, dass es das Debüt von Tess Rayleigh ist. Es liegt vor allem an dem wichtigen Thema, dass das Buch enthält. Dieses habe ich davor noch nie gelesen. Denn die Protagonistin Luana ist taubblind. Sie ist sechzehn Jahre alt und bestreitet ihren Alltag so oft mit einem Lächeln wie sie kann. Luana kann sich nur über Berührungen verständigen.

Diese Art der Kommunikation nennt sich Lormen. Dabei „schreibt“ man quasi auf der Hand desjenigen mit dem man kommunizieren möchte. Man zeichnet dabei Punkte oder Linien auf die Hand und kann so damit kommunizieren. Das habe ich bisher noch nie gehört und fand es so spannend, dass ich mir tatsächlich auch noch nach der Geschichte einiges darüber durchgelesen habe.  

Normalerweise kommuniziert Luana mit ihren Mitmenschen mit oder durch Lormen. Doch dann lernt sie durch eine Freundin ihrer Mutter Flamur kennen. Flamur ist ein zwanzigjähriger Sänger und er besitzt eine einzigartige Gabe. Er kann mit Menschen über ihre Gedanken reden und so kann er auch mit Luana kommunizieren.

Für sie ist das anfangs ein riesiger Schock. Sie kann Stimmen hören. Endlich nach Jahren kann sie wieder etwas hören, zwar nur in ihrem Kopf aber dennoch. Die Beiden lernen sich besser kennen und verbringen viel Zeit miteinander. Flamur und Luana waren unglaublich süß zusammen, teilweise sogar etwas kitschig, aber ich habe es genossen ihre Geschichte zu verfolgen. Zwischen den Beiden entwickelt sich alles recht langsam und unschuldig, aber das mochte ich an der Geschichte so. Sie war sanft und langsam, hatte nicht viel Spannung nur am Ende ein wenig, aber dennoch war die Story toll.

Durch die wechselnden Perspektiven konnte man Flamur und Luana besser kennenlernen, was ich wirklich gerne mochte. Aber die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht der Beiden erzählt, sondern auch aus der Sicht von Nebencharakteren. Das war meiner Meinung nach gut gewählt, denn so konnte man alles gut nachvollziehen.

Gerade Luana war eine wundervolle Protagonistin. Sie kann weder sehen noch hören, etwas das für die meisten selbstverständlich ist und dennoch war sie so unglaublich stark und hat ihren Alltag mit einem Lächeln bestritten. Ich mochte sie wirklich sehr gerne als Protagonistin.

Der Schreibstil ist sehr jung, wenn man das so sagen kann. Allerdings hat das gepasst nicht nur zu den recht jungen Protagonisten. Die Autorin hat in jungen Jahren dieses Buch geschrieben und das ist wirklich beeindruckend. Ich kann vor Tess wirklich nur meinen Hut ziehen.

Anfangs wusste ich nicht genau in welche Richtung das Buch gehen wird. Vom Klappentext her hätte ich mit einer ungewöhnlichen Romance Geschichte gerechnet. Aber dann kam Flamurs Gabe und ich habe danach auch mit der Science-Fiction Richtung gerechnet.

Fazit:

Ich kann wirklich nur meinen Hut vor Tess Rayleigh ziehen, denn sie hat es geschafft in jungen Jahren eine so tolle Geschichte zu schreiben. Eine Story mit einem Thema, dass wirklich spannend und viel zu wenig thematisiert wird.

Die Geschichte war wirklich zuckersüß, aber auf eine gute Art und Weise. Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Kitsch. Hier hat es allerdings wirklich gepasst und das mochte ich.

Vor allem die Stärke der Protagonistin mochte ich sehr gerne. Sie hat ihren Alltag fast immer mit einem Lächeln beschritten und dadurch war die Geschichte nicht erdrückend. Das war sehr beeindruckend.

„Moonlight“ war eine süße Geschichte, mit einem wirklich besonderen und wichtigen Thema.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Tess und BoD für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Wake“

Rezensionsexemplar

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Informationen:

Titel: Wake – Nur was gebrochen ist, kann neu geformt werden

Autorin: D. S. Wrights

Verlag: Selfpublishing

Genre: Dark Romance

Erschienen: 01.10.2021

Preis: 16,99€

Seitenanzahl: 408

Das Cover:

Mich hat das Cover sofort angesprochen, als ich es das erste Mal gesehen habe. Es ist düster und passt durch seine Dunkelheit wahnsinnig gut zur Geschichte. Ich lieb das Cover zu „Wake“ sehr.

Der Klappentext:

Nur was zerbrochen ist, kann neu geformt werden.

Vor sechs Jahren half Sam Anna, aus den Fängen der versklavenden Sekte seines Vaters zu entkommen. Er wurde jedoch zurückgelassen. Einer Gehirnwäsche unterzogen, um der Vollstrecker seines Vaters und Sektenführers zu werden, ist er nun wild entschlossen, Erlösung zu finden. Das kann er nur, wenn er Anna zurückbringt und zwar als „Rachel“, seines Vaters Zweitfrau. Die Erinnerung an Sam – ihrem Schutzengel und den Einzigen, den sie jemals lieben wird – ist alles, was Anna zusammen-gehalten hat. Und das, obwohl er tot ist. Nun mit einundzwanzig kann sie endlich ein neues Leben beginnen. Anna ahnt nicht, dass Sam in den Schatten lauert und nur darauf wartet, dass sie in seine Falle tappt.

Dieser Roman enthält verschiedenste Formen des Missbrauchs und somit einige Trigger. Kauf auf eigene Gefahr.

Meine Meinung:

Ich habe D. S. Wrights durch Zufall auf TikTok entdeckt und mich haben ihre Bücher sofort angesprochen. Deshalb habe ich mich auch so sehr auf „Wake“ gefreut, da es mein erstes Buch der Autorin war. Sie hat mir bereits vorher mitgeteilt, dass das ihre heftigste Geschichte sei, die sie bisher geschrieben hat. Dennoch habe ich mich riesig auf die Story gefreut, da sie so gut klang.

Bevor ich aber näher auf das Buch eingehen möchte, möchte ich betonen, dass man die Triggerwarnung sehr ernst nehmen sollte. Selbst ich als Dark Romance Leserin musste schlucken und „Wake“ gehört tatsächlich zu den heftigsten Büchern, die ich bisher gelesen habe. Solltet ihr also Probleme mit Gewalt, Folter und Missbrauch haben oder diese Themen könnten euch triggern, solltet ihr vielleicht vorsichtig sein.

Die junge Erwachsene Samantha – kurz Sam – ist bei ihren Großeltern unter ihrem Geburtsnamen Anna aufgewachsen. Neun Jahre hat sie bei ihnen gewohnt, bis ihre Mutter sie auf einmal doch wieder haben wollte und sie mit in ihre Sekte genommen hat. Von da an lebte sie abgeschottet unter dem Namen Rachel in der Gemeinde der „Kirche der zweiten Abrechnung“. Der Mann ihrer Mutter Rowena ist Joshua und dieser ist auch der Leiter der Sekte. Joshua ist seit einigen Jahren ihr Adoptivvater und sie soll durch ihn eingeweiht werden und das an ihrem fünfzehnten Geburtstag. Sie wollte das jedoch nicht und versuchte mit dem einzigen Menschen, der ihr etwas bedeutet abzuhauen. Mit Samael – kurz Sam. Er ist der Sohn ihres Adoptivvaters und damit ihr Adoptivbruder. Die Beiden versuchen zu fliehen, doch es gelingt nur Anna. Den damals dreiundzwanzigjährigen Sam muss sie zurücklassen und das mit dem Wissen, dass ihre Flucht aufgeflogen ist.

Sie kam zu ihren Großeltern, doch diese wurden nur ein Jahr später ermordet. Danach kam sie auf ein entferntes Internat und mit 18 kam sie wieder her, um zu studieren. Sechs Jahre nach ihrer Flucht ist sie fertig mit ihrem Studium und möchte endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Doch sie kommt nicht weit, als sie einen Knall hört und die Kontrolle ihres Wagens verliert. Sie wird entführt. Ausgerechnet von demjenigen, der ihr alles bedeutet und dessen Vornamen sie angenommen hatte, weil sie seinen Nachnamen nicht bekommen würde.

Sechs Jahre haben viel verändert. Sam hat eine neue Identität, leidet unter Alpträumen und hat niemanden mehr. Doch in der Zeit, in der sie gelernt hat, wurde Sam einer extremen Gehirnwäsche unterzogen. Er muss Erlösung finden und die findet er nur, indem er Anna – seine Anna – zu „Rachel“ und zur Zweitfrau seines Vaters macht. Sie muss all die Regeln wieder lernen und das geht nur, indem er sie foltert.

Anna. Wow. Sie hat bereits mit fünfzehn Jahren so viel in ihrem Leben durchmachen müssen. Sie hat sechs Jahre in den Fängen einer kranken Sekte leben müssen. Ihr ist die Flucht gelungen, nur um denjenigen zurückzulassen, der ihr alles bedeutet. Nur ein Jahr später wurden ihre Großeltern ermordet. Und dennoch war sie so … ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Anna ist verdammt mutig, stark, tapfer und nochmal stark. Im Duden steht neben all diesen Adjektiven ihr Name. Sie hat es geschafft ein halbwegs normales Leben zu führen und das trotz ihrer Vergangenheit. Jeder andere hätte schon lange den Verstand und die Nerven verloren und Anna ist dennoch noch so normal, wie es mit ihrer Vergangenheit eben geht.

Sam. Oh Sam. Für ihn waren die letzten sechs Jahre Folter. Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen, die sich wirklich gewaschen hat. Dadurch ist er zum Vollstrecker seines Vaters geworden. Er ist wild entschlossen mit allen Mitteln Erlösung zu finden. Er bestraft sich selbst für unsittliches Verhalten oder unsittliche Gedanken, die vor allem mit Anna zu tun haben. Es war einfach extrem krass zu sehen, was Gehirnwäsche mit einem Menschen machen kann. Samael ist mittlerweile neunundzwanzig und das jüngste von den drei Kindern seines Vaters. Sein älteren Geschwister Gabriel und Michael haben ihn früher verprügelt und auch heute noch machen sie ihm das Leben schwerer.

In diesem Buch bekommen wir zwei Perspektiven zu lesen. Und das fand ich unglaublich spannend. Denn so bekommen wir Annas Folter und die Gedanken dabei nicht nur aus einer Perspektiven mit. Ich liebe zwei Perspektiven, weil man dann mehr über die anderen lernt, aber gerade hier fand ich es so faszinierend. Denn Sams Gedanken und sein Verhalten außerhalb des Kellers erzählt zu bekommen, war so unglaublich spannend. Es war krank und krass und gleichzeitig so interessant. Ein*e Autor*in konnte mich mit dem kranken Verhalten eines Protagonisten noch nie so überzeugen wie D. S. Wrights. Sams krankes Verhalten empfand ich dabei so authentisch. Er war nicht nur ein bisschen „bad“, sein Verhalten ist das Ergebnis aus jahrelanger Gehirnwäsche, Regeln und Schlägen. Ich glaube aber auch, dass ich bisher noch nie einen Charakter hatte, der so war wie Sam. Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen getötet und gefoltert wurde aber nie so wie hier. Und das meine ich im absolut positiven Sinne. Ich habe ihm seine Gedanken, Gefühle und seine Art und Weise absolut abgekauft. Für mich war diese sehr überzeugend. Die Umsetzung seines Charakters ist das was mich am meisten an dem Buch fasziniert hat. So krank, erschreckend und schockierend und dabei auch authentisch und wirklich gut.

Bereits ab der ersten Seite konnte mich „Wake – Nur was gebrochen ist, kann neu geformt werden“ überzeugen. Ich war einfach sofort gefesselt und habe das Buch nur so inhaliert. Nach wenigen Stunden war ich fertig und ich war einfach nur schockiert. Am liebsten hätte ich noch mehr gelesen und noch mehr. Das Ende war recht offen und auch, wenn ich mir mehr von den Beiden wünschen würde, ist dieses Ende für das Buch perfekt. Und das sage ich als jemand, der offene Enden normalerweise nicht so sehr mag. Aber hier passt es einfach zu Anna und Sam und ihrer Geschichte. Es ist ein eher anderes Ende, als andere Bücher in diesem Genre und genau das macht es in meinen Augen auch so perfekt. Sollte allerdings ein zweiter Band rauskommen, werde ich ihn auch zu 100% lesen und wäre dem nicht abgeneigt.

Der Schreibstil war wirklich toll. Er war flüssig, angenehm, detailliert und bildlich, aber auch spannend und nervenaufreibend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe schon lange kein 400 Seiten Buch so schnell beendet wie dieses hier. Außerdem hallt die Geschichte von Anna und Sam auch noch lange nach. Gerade auch deshalb fällt es mir so schwer die richtigen Worte für die Geschichte zu finden, da ich das Gefühl habe sie werden der Story einfach nicht wirklich gerecht.

Ich konnte bereits nach wenigen Kapiteln sagen, dass dieses Buch besonders ist und ich definitiv noch mehr von der Autorin lesen möchte. Und diese Meinung hat sich während dem Lesen nur noch verstärkt. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Geschichte von D. S. Wrights.

Für mich ist „Wake“ ein Highlight.

Fazit:

„Wake – Nur was gebrochen ist, kann neu geformt werden“ war mein erstes Buch der Autorin, aber wird definitiv nicht mein letztes von ihr gewesen sein.

Man sollte allerdings die Triggerwarnung beachten und ernst nehmen, da das Buch Gewalt, Folter und Missbrauch stark thematisiert. Selbst mir als Dark Romance Leserin hat es das eine oder andere Mal einen Schauer verpasst oder eine Gänsehaut.

Ich war von der ersten Seite an gefesselt und habe das Buch innerhalb weniger Stunden beendet, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Geschichte konnte mich von Anfang an überzeugen und hat mich in seinen Sog gezogen.

Die Geschichte von Sam und Anna ist krank, krass, nervenaufreibend, nichts für schwache Nerven und dabei so unglaublich gut. „Wake“ ist fesselnd, erschreckend, spannend und schockierend. Gleichzeitig auch authentisch, faszinierend und überzeugend.

Bisher konnte mich noch kein*e Autor*in so mit dem kranken Verhalten eines Protagonisten überzeugen. Es war in meinen Augen so authentisch, dass es schon gruselig war. Das Buch zeigt meiner Meinung nach ziemlich gut, war jahrelange Gehirnwäsche mit einem Menschen anrichten kann. Vor allem die Beschreibung von Sam und seine Kapitel konnten mich so überzeugen. Ich glaube, das ist es auch was mich an der Geschichte am meisten fasziniert hat. Hut ab an die Autorin, die wirklich einen unglaublich guten Job gemacht hat.

„Wake – Nur was gebrochen ist, kann neu geformt werden“ ist für mich ein Highlight, dass mich nicht mehr losgelassen hat.

5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe D. S. Wrights für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Kings of the Damned 2“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Kings of the Damned – Shatter me

Autorin: Katie Weber

Verlag: Selfpublishing

Genre: dunklere Romance

Erschienen: 07.04.202

Preis: 13,90€

Seitenanzahl: 480

Das Cover:

Gott ich liebe es. Ich habe das Cover zu Band 1 „Kings of the Damned – Haunt me“ schon sehr geliebt und zusammen sehen sie einfach so schön aus. Ich könnte wirklich nicht sagen, welches Cover mir besser gefällt, weil ich beide Cover liebe. Sie sind simple und dennoch stechen sie in meinen Augen aus der Masse heraus. Die Farben, die Krone über dem „G“… all das ist so schön. Und auch die Maske, die sich im Cover versteckt, liebe ich.

Der Klappentext:

RIVER THORN
Liebst du es, zu kämpfen, Scar?
Denn offenbar bist du süchtig danach, mich herauszufordern.
Du willst Spielchen mit mir spielen?
Nur zu, Bad Girl. Du begehst einen gewaltigen Fehler.
Ich bin keiner deiner Bediensteten und schon gar kein leichter Gegner.
Ich bin die verdammte Dorne, die dich sticht.
Du willst gegen mich in die Schlacht ziehen, um über mich zu siegen, Scar?
Dann komm und zerstöre mich.

SCARLETT LEBLANC
Liebst du es, zu verlieren, River?
Denn deine selbstherrliche Art reizt mich regelrecht dazu, dich scheitern zu sehen.
Du denkst, ich gebe klein bei und überlasse dir den Sieg?
Du unterschätzt mich, King of the damned.
Ich bin keins deiner Spielzeuge.
Ich bin widerspenstig. Unzerstörbar.
Ich bin die tiefe Wunde in deiner Seele, die niemals heilt.
Du willst mir eine Kampfansage machen, Thorn?
Ich erkläre dir den verdammten Krieg.

Meine Meinung:

Gott wie sehr habe ich mich auf Band 2 der „Kings of the Damned“-Reihe gefreut! Band 1, die Geschichte rund um Reed Saint und Dawn Haward, war für mich ein absolutes Highlight. Gleichzeitig war es auch mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich sehr auf die Geschichte von River gefreut. Gleichzeitig hatte ich aber auch ein wenig Bedenken, dass mich Band 2 nicht so sehr abholen könnte, wie Band 1. Aber ehrlich, meine Angst war total unbegründet, denn so viel kann ich schon sagen: Band 2 war ebenfalls ein Highlight für mich.

Die Geschichte von River und Scar spielt fast zeitgleich zu Dawns und Reeds Story. Dadurch hat man auch mehr Einblicke in Reeds Leben und seine Gefühlwelt bekommen. Wie hat er sich nach bestimmten Situationen verhalten und wo wir kein eigenes Kapitel bekommen haben? Das erfahren wir ab und zu hier durch die Kapitel von River Thorn. Das habe ich sehr geliebt.

River Thorn ist einer der drei Kings of the Damned. Diese haben das Sagen und werden von allen gefürchtet und das nicht nur am Campus. Sie führen außerdem Aufträge aus. Aufträge in denen es zum Beispiel darum geht zu foltern.

Bereits in Band 1 konnte man Reeds beste Freunde River und Knight besser kennenlernen und ich war schon sehr gespannt darauf, wie River als Protagonist ist. Insgesamt habe ich mich einfach sehr auf Band 2 der Reihe gefreut, da ich alles in Band 1 schon geliebt habe.

Scarlett Leblanc ist ebenfalls wie Dawn neu an der Schule. Beide kommen sich während der Purge näher – viel näher. Ich habe die Purge bereits in Band 1 absolut geliebt und deshalb habe ich mich schon sehr auf die Purge in diesem Buch gefreut. Alle sind maskiert und man weiß nicht wirklich wer hinter den Verkleidungen steckt. Nur bei den Masken der Kings of the Damned, die sich von der Masse abheben, weiß man wer dahintersteckt. Doch wer genau unter der Maske steckt – Knight, Reed oder River – weiß man nicht. River und Scar haben diese Nacht während der Purge und danach begegnen sie sich immer wieder. Zufällig?

Zwischen den Beiden entsteht ein Spiel, in dem sie sich gegenseitig herausfordern. Man klaut und behält einen Gegenstand des anderen und um diesen zurückzubekommen muss man eine Aufgabe erledigen, die das Gegenüber aussucht. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen den Beiden und sie fordern sich immer gegenseitig heraus und bringen sich gegenseitig an die Grenzen. Sie wollen den anderen besiegen und werden dabei süchtig nach ihrem ganz eigenen Spiel. Ein Spiel, dass nicht nur sie geliebt haben, sondern auch ich.

Scarlett Leblanc oder kurz Scar ist das Kind reicher Eltern und möchte endlich aus dem goldenen Käfig ausbrechen. Genau aus dem Grund hat sie sich auch für einen Campus ganz weit weg von ihren Eltern entschieden. Sie möchte sich lösen und endlich frei sein. Die Kanadierin ist 19 Jahre alt und Eiskunstläuferin. Ihre Mutter hatte es nie weit geschafft und hat deshalb ihren Traum auf ihre Tochter projiziert. Scar trainiert wirklich viel und liebt das Eis. Ihre Mutter … ich wusste nicht, wie unausstehlich ich einen Nebencharakter finden könnte und dann kam Scars Mutter. Ich konnte sie von Anfang an nicht leiden und bin wirklich froh, dass Scar sich am Ende ein wenig gegen sie aufgelehnt hat. Denn Scar hat niemanden verdient, die so ist wie ihre Mutter.

River Thorn. Teilweise war er wirklich ein großer Arsch, aber dennoch habe ich ihn geliebt. Er hat keine einfache Familie. Sein Vater ein „cracksüchtiger, arbeitsloser Veteranen-Motherfucker, der in Seattle in der Gosse sitzt“, um es in Thorns netten Worten zu beschreiben. Deshalb hat er nur noch seine kleine siebzehnjährige Schwester Rain, die alles für ihn ist. Er würde und tut alles für sie. Er würde sie mit seinem Leben beschützen und sie ist sein Leben. Am Ende hat man mehr über die Beiden erfahren und ich freue mich so sehr auf Rains Band, in dem man hoffentlich mehr von ihr erfährt. Denn ihre Geschichte wurde bereits in diesem Band angeteasert und die Vorfreude darauf ist schon riesig.

Außerdem teilt River eine Liebe mit Scar: das Eis. Denn River ist Eishockeyspieler und das aus Leidenschaft und auch noch ein verdammt guter. Dadurch begegnen sie sich auch öfter, da sie sich die Eishalle teilen – er mit seinem Team und Scar mit ihrem Trainer. Ich habe durch Bücher wirklich meine Liebe für Eishockey und Eiskunstlaufen entdeckt. Und ich mochte es sehr, dass das hier nicht nur verbunden wurde, sondern auch ein recht zentrales Thema war.

Ich habe River und Scar beziehungsweise Bad/Good/Brave Girl wie River sie nennt – je nach Situation – geliebt. Ihre Spiele, die sie gespielt haben und ihre Gespräche. Wie Thron für Scar bei ihrer Familie eintrat, wie Scar Thron so nimmt wie er ist. Ich habe Scar geliebt. Ich habe River geliebt. Ich habe River und Scar geliebt.

Ich dachte ich würde Scar nicht mehr mögen und dann kam Kapitel 30 und ich war einfach nur die ganze Zeit so stolz auf sie „Go Girl“. Sie war vor allem da so badass und das habe ich sehr an ihr geliebt. Das Kapitel ist wahrscheinlich mit eines meiner liebsten Kapitel des ganzen Buches. Es hat einfach viel verändert und es kam ein Teil in Scar durch, der sie für mich so stark und mutig gemacht hat. Sie hat den Titel, den sie danach bekommen hat, mehr als verdient. Sie hat die Anerkennung verdient.

Der Schreibstil. Er war einfach so wundervoll, wie zu erwarten. Ich liebe den Schreibstil von Katie Weber und das sage ich nach zwei Büchern von ihr. Er ist einfach so flüssig, angenehm, spannend und man vergisst bei ihren Büchern einfach alles um sich herum. Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so schnell ein Buch beendet wie bei „Kings of the Damned“ sowohl bei Band 1 als auch bei Band 2.

Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Geschichte von Knight und Rain und ich habe mich umso mehr darüber gefreut, als ich erfahren habe, dass ihre Geschichte in zwei Teile gesplittet wurde. Ich muss also noch nicht allzu bald von ihnen Abschied nehmen.

Was mir bereits in Band 1 extrem gut gefallen hat, waren die schwarzen Seiten im Buch. Bei jedem Kapitelanfang sind die Seiten schwarz und es ist einfach so besonders und ein wahrer Hingucker. Ich habe mich immer riesig auf jedes neue Kapitel gefreut, weil ich die schwarzen Kapitelanfänge so geliebt habe. Auch die Kapitelzierden finde ich so schön. Ich liebe einfach alles an der Geschichte und dem Buch an sich. Für mich war „Kings of the Damned – Shatter me“ ein absolutes Highlight.

Ich könnte mich nie entscheiden welches Buch ich lieber mochte: „Kings of the Damned – Shatter me“ oder Band 1 „Kings of the Damned – Haunt me“. Beide sind für mich Highlights und beide sind auf ihre eigene Art besonders und wundervoll. Ich liebe beide Bände.

Fazit:

Ich habe mich sehr auf Band 2 der „Kings of the Damned“ gefreut, hatte aber gleichzeitig auch ein wenig Bedenken, dass mich Band 2 nicht so sehr überzeugen könnte wie die Geschichte von Reed und Dawn. Aber diese Angst war absolut unbegründet.

Ich liebe das Buch.

Ich liebe das Cover.

Ich liebe die Innengestaltung.

Ich liebe die schwarzen Seiten

Ich liebe die Protagonisten Scar und Thorn.

Ich liebe die Purge.

Ich liebe, dass die Geschichte zeitgleich mit Band 1 spielt und man so kleine, aber schöne Einblicke in Reeds Gefühlwelt bekommt.

Ich liebe ihr gemeinsames Spiel.

Ich liebe Rivers Spitznamen für Scar: Bad Girl, Good Girl und Brave Girl

Ich liebe Kapitel 30.

Ich liebe das Eiskunstlaufen und das Eishockeyspielen.

Ich liebe den Schreibstil.

Ich liebe das Buch.

„Kings of the Damned – Shatter me” ist für mich in allen Bereichen ein Highlight.

5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Katie für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Crazy stupid first love“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Crazy stupid (first) love

Autor: Sam Emerson

Verlag: Rosenrot Verlag

Genre: Romance

Erschienen: 13.05.2022

Preis: 9,99€

Seitenanzahl: 243

Das Cover:

Ich mag das Cover eigentlich wirklich gerne. Ich mag, wie das Cover durch Schrift und den Farbverlauf der Schrift in Szene gesetzt wurde. Außerdem sticht einen die bunte Schrift durch den schwarz-weißen Hintergrund ins Auge.

Der Klappentext:

Es gibt zwei Methoden, die dich todsicher zum Loser der Schule machen. Erstens: Du bist der einzige, offiziell geoutete Schwule in der ganzen verdammten Kleinstadt. Zweitens: Du putzt die Toiletten in den Häusern deiner erheblich reicheren Mitschüler. Charlie ist alles, aber kein gewöhnlicher Teenager. Seit dem Tod seiner Mom muss er mit seiner Stiefmutter und deren hohlköpfigen Söhnen unter einem Dach leben. Um sobald wie möglich zu verschwinden, jobbt Charlie als Putzkraft und bekommt auf diese Weise sogar Zugang zu den Geheimnissen seiner Mitschüler. Bei seinem neusten Job prallt er aus Versehen mit einem verflucht heißen Typen zusammen, der gerade aus der Dusche steigt – splitterfasernackt. Charlie geht der Arsch auf Grundeis, als er genau denselben Typen wenig später wiedersieht. Dax Bennet ist neu in der Klasse und sein Interesse an Charlie wirbelt dessen Leben gehörig durcheinander.

Meine Meinung:

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es nach einem wirklich süßen Coming-of-Age Roman klang. „Crazy stupid first love“ ist das Debüt des Jungautors Sam Emerson und ich habe schnell bemerkt, dass der Autor wirklich viel Potenzial hat. Klappentext sowie auch das Cover haben mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt auf die Geschichte von Charlie und Dax.

Charlie Dellerton ist siebzehn Jahre alt und schwul. Er ist der einzig offen geoutete Schwule in der ganzen Kleinstadt Old Ashton. Er hat eigentlich nur seine beste Freundin Astrid, die mit ihm all das durchsteht. Denn einige Jungs aus der Schule machen sich einen Spaß daraus, ihn aufzuziehen und zu mobben und das nur, weil er Schwul ist und die Häuser seiner Mitschüler putzt. Aber genau dieser Job ist es auch, der ihn vor physischem Mobbing schützt. Denn durch das Putzen der Häuser kennt er die pikantesten Geheimnisse seiner reichen Mitschüler und deren Familien. Das ist ein Trumpf, den er in der Hinterhand behält und auch als perfekte Abschreckung dient.

Aber nicht nur in der Schule ist es schwierig, zuhause ist es noch komplizierter. Charlies Mama ist vor 7 Jahren an Krebs gestorben und das in einem viel zu jungen Alter von 33. Stephanie, seine Mama, bedeutet Charlie immer noch alles und er vermisst sie sehr. Vor allem seit vor einiger Zeit Maggie, seine neue Stiefmutter, mit ihrem zwei hohlköpfigen Kindern Scott und Brodie in dem Haus von Charlie und seinem Vater eingezogen ist. Charlie möchte so bald wie möglich aus diesem Horrorhaus heraus und genau aus diesem Grund jobbt er auch. Dadurch muss er nicht so viel zu Hause sein, verdient eigenes Geld und erfährt von Geheimnissen, die er als Trumpf in der Hinterhand hat. Das ist also ein mehr als guter Job für Charlie. Und eigentlich passiert auch nichts Besonderes, bis zu diesem einen Morgen.

Eine neue Familie ist nach Old Ashton gezogen und hat ihn zum Putzen gebucht. Noch vor der Schule möchte er dem Haus seinen ersten Besuch abstatten und putzen. Doch als er im Bad angekommen ist, prallt er mit einem attraktiven Jungenzusammen. Dieser kommt gerade aus der Dusche und ist splitterfasernackt. Dax nimmt das alles mehr als locker, aber Charlie? Charlie läuft peinlich berührt weg und radelt direkt in die Schule. Doch genau dort, in seiner Klasse, trifft er wieder auf den attraktiven Dax Bennet. Seine blauen Augen nehmen ihn gefangen und dennoch möchte sich Charlie von Dax fernhalten, denn die Aktion ist ihm mehr als peinlich.

Charlie hat es wirklich nicht leicht in seinem Leben. In der Schule ist er ein Außenseiter und hat nur seine beste Freundin Astrid an seiner Seite. Auch zuhause ist es nicht besser und das liegt vor allem an seinen Stiefbrüdern, die ihn einfach nicht in Ruhe lassen. Sein Vater bekommt davon nichts mit, denn er ist als Unternehmensberater sehr selten daheim. Sein Vater ist fast immer weg und seine Mutter hat er vor sieben Jahren an den Krebs verloren. Seine Familie war wirklich eine große Katastrophe und jedes Mal, wenn wieder etwas mit seiner Familie war, wollte ich die Augen verdrehen. Niemand hat so eine (Stief-)Familie verdient. Er ist allein, aber vielleicht, nur vielleicht wird der gutaussehende Dax ja Teil seines Lebens?

Meistens fand ich Charlie wirklich sehr sympathisch. Man spürt seine innere Zerrissenheit und das Chaos in seinem Kopf. Zwischendurch fand ich sein Verhalten ein wenig nervig und ein bisschen anstrengend. Das war etwa in der Mitte des Buches und das hat sich zum Glück nach einiger Zeit wieder gelegt.

Dax ist neu in der Kleinstadt, nachdem sein Vater eine Arztstelle in der Nähe bekommen hat und sie umgezogen sind. Bisher kennt er außer den attraktiven braunhaarigen Jungen mit den panisch geweiteten Augen, der in ihn reingelaufen ist, als er aus der Dusche kam, niemanden. Und irgendetwas fasziniert ihn an Charlie, doch dieser scheint ihn anfangs zu ignorieren. Dax ist ebenfalls schwul, macht daraus jedoch kein Drama, aber falls man ihn fragt, antwortet er wahrheitsgemäß. Er hängt es einfach nicht an die große Glocke, steht aber zu sich und seiner Sexualität. Das mochte ich wirklich sehr gerne.

Dax ist ein herzensguter Mensch und ich finde, jeder der einen Dax in seinem Leben hat, sowohl als Freund als auch als fester Freund kann sich nur glücklich schätzen.

Das Buch ist mit 240 Seiten recht kurz und das fand ich wirklich sehr schade. Denn die Geschichte war zu toll für 240 Seiten. Dadurch hat für mich aber auch die Tiefe gefehlt, die durch mehr Seiten hätte miteingebaut werden können. An sich empfand ich die Story zwischen Dax und Charlie auch recht schnell, da hätten mehr Seiten der Geschichte wirklich gutgetan. Gerade auch am Ende vor dem Epilog hätte ich mir mehr gewünscht. Es war in meinen Augen so schnell zu Ende und einige Fragzeichen kreisten noch durch meinen Kopf und dann kam der Epilog, der 15 Jahre später spielt. Dazwischen hätte ich mir mehr von der Beziehung der Beiden gewünscht.

Der Schreibstil war sehr flüssig, angenehm und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Mich konnte das Buch durch eine gute Prise Humor aber auch zum Schmunzeln bringen.

Die Geschichte hatte wirklich viel Potenzial und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von Sam Emerson lesen werden. Für sein Debüt war „Crazy stupid first Love“ wirklich gut.

Fazit:

Ich habe mich wirklich sehr auf das Debüt „Crazy stupid first love“ von Sam Emerson gefreut. Das Buch klang nach einem tollen Coming-of-Age Roman und genau das war es auch.

Der Protagonist Charlie Dellerton hat es nicht einfach in seinem Leben und ich hätte ihn das ein oder andere Mal sehr gerne in den Arm genommen. Er ist allein und hat eigentlich nur seine beste Freundin Astrid in seinem Leben. Seine Mutter hat er vor 7 Jahren an den Krebs verloren und sein Vater ist durch seinen Job sehr selten zuhause. Dort sind nur seine Stiefmutter und seine Stiefbrüder, die ihn gerne schikanieren und ihn schlecht behandeln. Seine Familie war wirklich eine große Katastrophe.

Dax ist neu in der Stadt und ich habe ihn sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ich glaube, dass sich jeder der Dax in seinem Leben hat, glücklich schätzen kann. Denn er ist ein herzensguter Mensch und mein allerliebster Charakter aus „Crazy stupid first Love“

Das Buch ist mit 240 Seiten recht kurz. Dadurch hat mir ein wenig die Tiefe der Geschichte gefehlt und außerdem war die Story in meinen Augen auch ein wenig schnell. Am Ende hätte ich mir ebenfalls ein wenig mehr Szenen zwischen Dax und Charlie gewünscht. Wie ging es weiter? Und und und … Die Geschichte zwischen Charlie und Dax hat sich für mich noch nicht ganz fertig angefühlt, aber dann kam der Epilog, welcher 15 Jahre später spielt. Dieser war wirklich sehr süß, dennoch hätte ich mir vorher ein wenig mehr gewünscht.

Ich habe schnell bemerkt, wie viel Potenzial in der Geschichte und dem Autor steckt und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von Sam Emerson lesen werden.

„Crazy stupid first Love“ ist eine zuckersüße Coming-of-Age Geschichte mit einer guten Prise Humor und einem flüssigen Schreibstil.

3,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank an Mainwunder und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Truth“

Rezensionsexemplar

Titel: Truth – Bist du bereit für die Wahrheit?

Autorin: Margje Woodrow

Verlag: One Verlag

Genre: Jugendthriller

Erschienen: 29.04.2022

Preis: 12,00€

Seitenanzahl: 247

Das Cover:

Ich mag, dass die Tapete auf dem Cover runtergerissen wurde und sich dahinter quasi der Titel verbirgt. Es ist recht hell was für das Genre Jugendthriller nicht ganz so typisch ist. Ich mag das Cover.

Der Klappentet:

Wie weit würdest du für die Wahrheit gehen?

Als Juul das Grab ihres großen Bruders Milan besucht, kann sie nicht fassen, was sie dort sieht: Jemand hat in die frische Erde „Truth + Dare = Wahrheit“ geschrieben. Milan liebte dieses Spiel und war bei YouTube für seine waghalsigen Videos bekannt. Dann erhält Juul auch noch eine Trauerkarte mit einer erschütternden Botschaft: Wenn sie wissen möchte, wie ihr Bruder wirklich gestorben ist, muss auch sie sich auf eine Mutprobe einlassen. Juul willigt ein, doch es bleibt nicht nur bei einer Aufgabe – und schon bald werden die Herausforderungen immer makabrer. Wer steckt bloß dahinter? Juul hat keine Wahl, sie muss mitspielen. Sonst gerät nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie in tödliche Gefahr …

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf „Truth – Bist du bereit für die Wahrheit?“, da es mich ein bisschen an die Jugendthriller von Mel Wallis de Vries erinnert hat. Von ihr habe ich bereits einige Bücher gelesen und mochte diese, deshalb war ich auf das Buch gespannt, da mich der Klappentext sofort angesprochen hat.

Juul den Oudens älterer Bruder Milan ist bei einem Autounfall verunglückt. Dies liegt erst wenige Monate zurück und als sie an seinem Geburtstag sein Grab besucht passiert etwas, was ihr Leben verändern wird.  Als sie nach einer Viertelstunde wieder kommt, fallen ihr die neu gekauften Blumen vor Schreck aus der Hand. Sie kann es nicht fassen. Jemand hat in die Erde die Worte „Truth + Dare = Wahrheit“ geschrieben. Milan liebte dieses Spiel und veröffentlichte Videos von seinen Dares auf YouTube online. Doch was hat das mit Milan zu tun? Warum jetzt? Denn dabei lag auch ein Umschlag mit Juuls Namen darauf. Daran ist eine Trauerkarte aber mit einem Foto von Milan darin. Ein Foto das Juul stutzen lässt. Es ist Milan nach dem Unfall, wie er blutet über dem Lenkrad hängt. Wer hat das Bild gemacht und warum? Warum hat man es ihr geschickt?

Juul möchte unbedingt wissen, warum ihr Bruder sterben musste, denn sie fand es schon immer sehr komisch, dass er gestorben ist. Man hat keinen Alkohol in seinem Blut gefunden, also wie kam der Unfall zu Stande? Warum ihr Bruder? Warum so jung? Er wurde 18 Jahre und damit war er leider viel zu jung. Was hatte es mit dem Unfall auf sich? Kennt sie ihren Bruder wirklich so gut wie sie denkt? Oder haben auch die nahestehenden Personen Geheimnisse voreinander?

Sie wird Teil des Spieles, welches ihr Bruder so liebte, aber die Aufgaben werden immer makaberer und immer gefährlicher und das nicht nur für sie. Doch aufhören kann sie auch nicht mehr, denn es gibt Beweise für ihre Taten. Sie steckt in einer Zwickmühle. Sie möchte wissen, warum ihr Bruder gestorben ist, aber die Aufgaben …

Wie gesagt war ich sehr gespannt auf das Buch und fand die Aufgaben auch sehr spannend, weil ich immer wissen wollte, was der und die Unbekannte sich Neues ausgedacht hatte und worauf alles hinauslaufen sollte. Dennoch empfand ich sehr vieles als verwirrend und unlogisch. Immer wieder habe ich mich gefragt, was denn jetzt los ist und warum dieses oder jenes geschieht, gemacht oder gedacht wird. Ich hatte das ein oder andere Mal das Gefühl, dass Fragezeichen über meinem Kopf stehen. Aber das größte Fragezeichen hatte ich dennoch kurz vor dem Ende über dem Kopf. Ich möchte darauf nicht genauer eingehen, weil ich niemanden spoilern möchte. Doch die einzige Frage in meinem Kopf war: „Warum Y und Y?“. Was hatten die mit alledem zu tun und warum wurden sie damit hineingezogen.

Ich muss auch sagen, dass das Buch teilweise echt krass und heftig war. Und das meine ich im positiven wie auch im negativen Sinne. Einerseits war es dadurch sehr krass und spannend. Andererseits ist es teilweise auch sehr unrealistisch gewesen, zumindest in meinen Augen. Es war das ein oder andere Mal doch sehr übertrieben, wenn man darüber nachdenkt, wie alt die Protagonisten sind.

Juul war aber nicht die Einzige, die unter dem Verlust ihres Bruders leidet. Ihre Mutter hat so sehr mit dem Verlust zu kämpfen, dass sie sich zu nichts mehr aufraffen konnte und sich stark verändert hat. Sie wurde in ein dunkles großes Loch gezogen, so dass sie eingewiesen werden musste. Mittlerweils ist sie wieder zuhause, aber dennoch ist alles anders. Man darf nicht über Milan reden, sie braucht immer die gleiche Routine und es wird geschwiegen. Vor allem über Milan. Juul hat das Gefühl keine Mutter mehr zu haben.

Ehrlich gesagt kann ich verstehen, dass Juul eine Mutter braucht gerade auch nach dem Tod ihres Bruders. Allerdings hätte ich mir viel mehr Verständnis und Akzeptanz gewünscht. Ihre Mutter leidet unter dem Verlust ihres Kindes und einer Depression (vermute ich zumindest). Leider fand ich den Umgang mit ihr und ihrer Krankheit und ihrem Verhalten nicht ganz so gelungen. Jeder geht mit einem Verlust anders um. Ihre Mutter wird hier als schlecht und freakig dargestellt und das fand ich ehrlich gesagt nicht so gut.

Das Buch ist nicht besonders lange und so habe ich das Buch in einem Rutsch beendet. Das lag vor allem daran, dass es spannend war und ich wissen wollte, wie es endet. Doch als das Ende dann kam war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Denn mich konnte es nicht wirklich abholen. Ich hatte das Gefühl, dass das Ende innerhalb von wenigen Seiten rum war. Durch die Schnelligkeit hat es mich recht enttäuscht zurückgelassen.

Allerdings war die Spannung nicht das Einzige was mich so schnell das Buch hat beenden lassen. Es war auch der recht flüssige und spannende Schreibstil. Ich hatte das Gefühl, die meisten Seiten nur so durch die Seiten zu fliegen. Es gab zwar ein paar Durchhänger, aber meistens kam ich wirklich ganz gut durch die Seiten.

Insgesamt war ich etwas enttäuscht von „Truth – Bist du bereit für die Wahrheit?“. Die Idee fand ich wirklich gut und ich finde, die Geschichte hatte viel Potenzial, dass meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft wurde.

Das Buch war – zumindest meines Wissens – das deutsche Debüt der Autorin. Ich bin mir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sicher, ob ich ein weiteres Buch von ihr lesen werde. Denn ich habe viel Potenzial in der Geschichte gesehen und hoffe deshalb, dass mich ihr nächstes Buch mehr überzeugen kann.

Fazit:

Ich war wirklich gespannt auf das Buch „Truth – Bist du bereit für die Wahrheit?“, da es mich ein wenig an die Bücher von Mel Wallis de Vries erinnert hat. Insgesamt konnte mich das Buch nicht ganz so überzeugen, was vor allem daran lag, dass das Buch in meinen Augen teilweise sehr unlogisch und verwirrend war. Oft habe ich mich einfach gefragt, was gerade abgeht und warum. Ich hatte oft Fragezeichen im Kopf und gerade kurz vor dem Ende war ich sehr verwirrt. Ich möchte nicht spoilern, aber ich hatte mich gefragt, warum zwei Personen in diese Geschichte hineingezogen wurden, weil ich die Fäden nicht wirklich ziehen konnte.

Wenn wir schon beim Ende sind: Dieses hat mich leider auch recht enttäuscht. Es war sehr schnell um und der Spannungsbogen wurde jäh unterbrochen zumindest hatte ich das so gefühlt.

Teilweise war das Buch sehr krass und heftig für das Alter der Protagonisten. Manchmal waren die Aufgaben, die Juul gestellt bekommen hat, aber auch sehr makaber.

Auch wenn das Buch spannend war und ich das Buch in einem Rutsch beendet habe, konnte es mich nicht so überzeugen, wie ich aufgrund des Potenzials gehofft hatte. Der Schreibstil war aber dennoch meistens recht flüssig und spannend.

„Truth – Bist du bereit für die Wahrheit?“ hatte viel Potenzial, welches in meinen Augen nicht so sehr ausgeschöpft wurde, wie ich es mir gewünscht habe.

3⭐️ von 5⭐️

Danke lieber One-Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Gegen tote Träume hilft nur Liebe“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Gegen tote Träume hilft nur Liebe

Autorin: Minny Baker

Verlag: Selfpublishing

Genre: Liebesroman

Erschienen: 30.03.2020

Preis: 12,99€

Seitenanzahl: 508

Das Cover:

Es ist wirklich schön. Das Cover ist simple, aber dennoch schön. Allerdings finde ich die Schrift nicht ganz so passend. Die Schrift geht in dem Bild meiner Meinung nach irgendwie ganz schön unter und das ist schade.

Der Klappentext:

Wenn dein Traum vorbei zu sein scheint …
Wenn du nicht weißt, wie es weitergehen soll …
Was kann dir da noch helfen?

Nelly ist jung und verzweifelt.
Was soll aus ihrem Leben werden?
Was soll sie machen, wenn doch alles, was sie will, nicht möglich ist?
Tote Träume … Nelly kennt sie genau.
Doch ist es wirklich Liebe, die sie aus der Verzweiflung befreit?

Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, da einige Bloggerinnen so sehr von der Autorin schwärmen. Außerdem klang die Geschichte wirklich gut. Außerdem mag ich die Autorin als Person sehr gerne, dadurch war ich sehr gespannt darauf, wie das Buch ist. Ich wollte schon die Alpha-Reihe von ihr lesen, die im selben Universum dem UCoP-Universum spielt wie „Gegen tote Träume hilft nur Liebe“. Aber „Gegen tote Träume hilft nur Liebe“ ist mein erstes Buch der Autorin gewesen.

Bereits nach wenigen Seiten war meine Motivation aber tatsächlich leider nicht mehr ganz so groß. Denn diese Geschichte konnte mich leider bereits in den ersten Seiten nicht überzeugen. Das fand ich so unglaublich schade, denn ich wollte das Buch der Autorin unbedingt mögen, aber …

Ich habe mir dann Abschnitte eingeteilt, damit ich vielleicht mehr Motivation bekomme zu lesen. Das hat allerdings auch nicht geholfen und so habe ich immer noch nicht viel in dem Buch gelesen. Allerdings habe ich mich nun nach einigen Wochen dazu entschlossen, das Buch erstmal zu pausieren.

Dazu gab es mehrere Gründe. Leider.

Bereits nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl ich lese ein Wattpad Buch und leider kein wirklich gutes. Alles war sehr übertrieben und nicht sehr authentisch. Die Protagonistin Nelly hat sich wie ein Kind verhalten und ich kam nicht wirklich mit ihr klar. Ich weiß nicht, wie oft ich geseufzt oder die Augen verdreht habe.

Nelly ist noch recht jung und sie ist wahnsinnig verzweifelt, weil sie nach einem Unfall nicht mehr tanzen kann und damit ein großer Traum von ihr zerplatzt ist. Sie weiß plötzlich nicht mehr was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Ihre Träume sind tot, aber wie sagt der Titel so schön: „Gegen tote Träume hilft nur Liebe“.

Ich möchte eigentlich gar nicht allzu viel über das Buch reden, da ich es nicht wirklich mochte und ich das wirklich schade fand. Ich wollte das Buch mögen, aber es sollte wohl einfach nicht sein. Eine übertriebene, klischeehafte, unlogische und leider nicht so gute Fanfiction (nichts gegen FanFiction. Es gibt auch wahnsinnig gute) – so habe ich mich beim Lesen gefühlt. Leider.

Ich werde das Buch erst einmal pausieren und werde der Geschichte in der Zukunft noch einmal eine Chance geben. Alles zu seiner Zeit. Ich habe noch ein anderes Buch der Autorin hier und hoffe sehr, dass mich dieses mehr überzeugen kann. Meine Daumen sind gedrückt.

Fazit:

Leider konnte mich die Geschichte von Nelly und Dan nicht wirklich überzeugen. Ich habe das Buch nach viel zu wenigen Kapiteln pausiert und seitdem nicht mehr danach gegriffen. Ich wollte „Gegen tote Träume hilft nur Liebe“ wirklich mögen, aber irgendwie sollte es wohl nicht sein.

Für mich war die Story sehr übertrieben, unlogisch und nicht authentisch. Die Protagonistin hat sich verhalten wie ein zwölfjähriger riesiger und übertriebener Fan. Wie oft habe ich die Augen verdreht oder geseufzt, weil so viel passiert ist, wo ich mir nur dachte „Wirklich? Echt jetzt?“. Es war einfach schade und nicht wirklich meines.

„Gegen tote Träume hilft nur Liebe“ habe ich pausiert, nachdem es mich leider nicht überzeugen konnte.

Vielen Dank liebe Minny für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Guck nicht, wer wir heute sind“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Guck nicht, wer wir heute sind

Autorin: Wendy Nikolaizik

Verlag: Wreaders Verlag

Genre: Gegenwartsliteratur

Erschienen: 23.03.2022

Preis: 18,00€

Seitenanzahl: 501

Das Cover:

Ich mag Cover, die aus der Masse heraus stechen sehr gerne. Und die Cover zu „Guck nicht, wer wir heute sind“ und auch das zu Band 1 „Guck mal, die Asis“ stechen sehr aus der Masse heraus. Sie sind anders und das auf eine positive Art und Weise. Außerdem passen die Cover von Band 1 und 2 wirklich gut zusammen.

Der Klappentext:

Noah sucht den Exzess und Farin will sein Leben in den Griff kriegen. Als beste Freunde mit verdammt viel Vergangenheit sind das zwei Haltungen, die schwer zu vereinbaren sind.
„Er zieht Farin mit da rein. In seinen ganzen Drogensumpf“, sagt Hadrian.
„Das hier erfordert nicht abwarten, bis das Problem wirklich eintritt, sondern sofortiges Handeln. Wenn Noah Debby in seine Scheiße reingezogen hat, ist es zu spät“, sagt Les.
Noah ist intensiv. Mit ihm schmeckt die Luft nach Abenteuer und sein Lachen vertreibt alle düsteren Gedanken – auch den, dass die nächste Überdosis die letzte sein könnte.

Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, weil das Buch so anderes klang und das meine ich im positiven Sinne. Bisher habe ich noch nie ein Buch über Punks gelesen und ich bin sehr froh, dass „Guck nicht, wer wir heute sind“ mein erstes Buch mit dieser Thematik war.

Ehrlich gesagt hatte ich anfangs einige Probleme in die Geschichte zu kommen und das lag nicht an der Story. Die Schrift ist recht klein und dadurch habe ich immer sehr schnell Kopfschmerzen und Augenschmerzen bekommen. Aus dem Grund habe ich auch länger an der Geschichte gehangen, als ich normalerweise für 500 Seiten brauchen würde. Die Kapitel waren zwar recht kurz, aber ich habe meist nur wenige Kapitel am Stück gelesen, weil ich dann wieder Kopfschmerzen bekommen habe und pausieren musste.

„Guck nicht, wer wir heute sind“ ist die Fortsetzung von „Guck mal, die Asis“.  Laut der Autorin kann man die Bücher, aber auch unabhängig voneinander lesen, denn die beiden Bücher bauen zwar aufeinander auf, man kann aber die Geschichte dennoch nachvollziehen. Band 2 spielt ein Jahr nach dem Ende von Band 1 und ist damit die Fortsetzung von der Geschichte rund um Debby und Farin. Ein Jahr ist seit ihrem Schulabschluss vergangenen. Debby kommt aus Ungarn zurück und Farin scheint es besser zu gehen, aber trügt der Schein?

„Guck nicht, wer wir heute sind“ war mein erstes Buch in diese Richtung, wird aber sicher nicht mein letztes gewesen sein. Denn die Story konnte mich recht früh packen und ich habe die kleine Schrift und meine damit verbunden Kopfschmerzen nicht nur einmal verflucht, weil ich eigentlich weiterlesen wollte. Ich kannte die Clique noch nicht wirklich und musste mich anfangs etwas zurechtfinden wer in welchem Verhältnis zu wem steht. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt viel mir das immer leichter, weil mich die Freundschaften so gepackt haben.

Das Buch ist nicht unbedingt leichte Kost, denn es geht um Drogen, um Sucht und darum seinen Freund*innen aus dem Drogenloch zu helfen. Es geht aber auch darum, dass man seinen Freunden nicht immer helfen kann, auch wenn man das gerne wollen würde. Manchmal reicht Freundschaft allein nicht aus, um anderen zu helfen. Alkohol, Zigaretten und Drogen kommen in dem Buch sehr oft vor, aber das sieht man durch den Klappentext sowie auch durch das Cover bereits.

Ich persönlich habe noch nie persönliche Erfahrungen mit Drogen, Zigaretten und Alkohol in den Maßen gemacht und kenne selbst auch keinen, der damit viele Berührungspunkte hat. Aus dem Grund kann ich nicht selbst sagen, wie authentisch die Geschichte ist. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Story wahnsinnig ehrlich, authentisch und real ist. Das hat mich auch so sehr daran gepackt und mitgerissen.

Trotz vieler ernster Themen hat es die Autorin Wendy Nikolaizik aber geschafft, dass das Buch nicht zu bedrückend und schwer wurde und man auch immer wieder schmunzeln musste. Das Buch wurde nie zu düster, aber dennoch wurde es nie zu einer leichten Geschichte durch die ernste Thematik. Die Autorin hat da meiner Meinung nach die perfekte Balance gefunden.

Was ich auch noch sehr mochte war die Diversität und Queerness in dem Buch. Es fehlt einfach immer noch gute Repräsentation in der Buchwelt (und nicht nur da) und viel zu oft wird aus daraus dann ein riesiges Drama veranstaltet. Hier nicht und das mochte ich.

Wendy schafft es mit ihrer packenden Art eine gefühlvolle Geschichte zu schreiben, die einen direkt unter die Haut geht, weil sie so nah, direkt, ernst und authentisch ist. Es gab Wendungen, die mich absolut mitgerissen haben, von denen ich gehofft hatte, dass sie nicht eintreten werden, aber sie kamen. So wie das Leben einen manchmal total überrollt war es auch hier in der Geschichte. Es war einfach echt. Zumindest für mich als Laie.

Ich habe die Freundschaften sehr gemocht und ich habe durch das Buch auch einiges gelernt. Manchmal möchte man jemanden helfen, aus tiefstem Herzen, aber manchmal muss man das auch nicht. Wie weit geht Freundschaft? Was ist wahre Freundschaft? Ich glaube diese beiden Fragen beschreiben dieses Buch eigentlich wirklich ganz gut. Denn man kann Freunden viele Probleme vielleicht nicht abnehmen, aber man kann sie ein wenig leichter machen und sie so weit unterstützen wie es geht. Man kann an sie glauben und für sie da sein.

Was ich auch noch sehr mochte waren die Illustrationen im Buch, die viele Szenen veranschaulicht haben. Die Illustrationen sind von Mary Lee Wagner und sie hat es geschafft, die Bilder vor meinem inneren Auge genauso zu zeichnen. Ich habe mich über jede Illustration sehr gefreut.

Der Schreibstil der Autorin Wendy Nikolaizik ist sehr flüssig, ernst, aber dennoch manchmal humorvoll. Trotz Schrift wollte ich immer unbedingt weiterlesen, weil die Geschichte mich so packen konnte.

Fazit:

„Guck nicht, wer wir heute sind“ ist definitiv ein Buch, was ich so noch nie gelesen habe. Es ist ganz anderes und das meine ich im positivsten Sinne. Es ist echt, es ist nah, es geht unter die Haut, es ist ernst aber konnte mich dennoch zum Schmunzeln bringen. Die Autorin hat es hier wirklich geschafft ernste Themen hautnah zu erzählen, aber so, dass die ernste Thematik nie zu erdrückend und zu schwer wurde.

In dem Buch geht es um Drogen, um Sucht, um das Überleben, um Freundschaft und Liebe. Und das sehr fesselnd und packend geschrieben. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die Geschichte sehr authentisch war und dadurch ging sie mir so unter die Haut. Das Buch ist echt.

Vor allem die Freundschaften der Charaktere mochte ich sehr gerne. Man hat in diesem Buch wirklich gelesen, was wahre Freundschaft bedeutet. Es bedeutet aneinander zu glauben und füreinander da zu sein. Man kann nicht jeden retten und auch das zeigt das Buch auf eine herzzerreißende Art.

Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch weitere Bücher veröffentlicht, denn „Guck mal, wer wir heute sind“ konnte mich mit seiner Art und Weise und seiner Thematik, die so hautnah und authentisch war, bereits überzeugen. Zum Glück habe ich Band 1 „Guck mal, die Asis“ schon hier liegen, auch wenn es Band 1 ist.

„Guck nicht, wer wir heute sind“ ist ein packender, authentischer und hautnaher Roman, der zeigt was wahre Freundschaft bedeutet und wie weit diese geht.

4,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Wendy für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Let me stay“

Rezensionsexemplar

Informationen:

Titel: Let me stay

Autorin: Francis Eden

Verlag: Selfpublishing

Genre: Romance

Erschienen: 22.04.2022

Preis: 14,90€

Seitenanzahl: 411

Das Cover:

Ich persönlich finde das Cover richtig schön. Ich liebe die Farben und bin an sich ein großer Fan von einfachen, aber dennoch besonderen Covern und das ist hier absolut der Fall. Außerdem passt das Cover wirklich gut zu den anderen Bänden der Atlanta-Hartwell-Reihe. Diese werden von Band zu Band dunkler und so ist „Let me stay“ dunkellila. Durch die goldenen Farben, die sich auch im Titel widerspiegeln wirkt das Cover sehr besonders und das gefällt mir sehr.

Der Klappentext:

Wenn Mut auf Furcht trifft,

Chaos und Ordnung aufeinanderprallen,

entwickelt sich manchmal ein Spiel,

das keine Gewinner kennt.

Esther steht kurz vor dem Verkauf ihrer ersten großen Immobilie. Es wird Zeit, ihrem alten Kinderzimmer den Rücken zu kehren. Dafür braucht Esther nur noch diese Provision.

Leider gibt es da ein Problem. Ein großes, männliches. Eines, das sie vor fünf Jahren sitzen ließ. Nach einer unvergesslichen Nacht voller Magie. Seitdem wollte Esther Sam unbedingt wiedersehen. Und das nicht nur, weil ihr Sohn bei diesem One-Night-Stand entstand.

Doch nicht jetzt. Nicht hier.

Nicht an dem Tag, an dem ihr Leben endlich in geordnete Bahnen rutschen sollte.

Stattdessen stürzt alles ins Chaos. Esthers Pläne, der Auftrag und allem voran ihre Gefühlswelt.

Meine Meinung:

Ich habe mich schon sehr auf das Buch gefreut. Es war mein erstes Buch der Autorin und damit natürlich auch der erste Band der Atlanta-Hartwell-Reihe. „Let me stay“ ist Band 3, aber man kann die Reihe auch ohne Vorkenntnisse lesen. Man trifft nur die Charaktere aus den anderen Bänden wieder und wird für ihre Geschichte vielleicht ein wenig gespoilert.

In Band 3 der Reihe geht es um Esther Houadis und Sam(uel) Lawrence. Die Beiden haben einen wundervollen Tag vor fünf Jahren verbracht und ihre Wege haben sich danach getrennt. Dennoch können sie sich nicht vergessen, aber besonders Esther kann den Abend und vor allem die Nacht nicht vergessen, denn sie seht Sam jeden Tag in ihrem Sohn wieder. Dillan – ihr Sohn – ist vier Jahre alt und Esthers große Liebe. Für ihn versucht sie alles. Genau aus dem Grund ist der Verkauf des Hauses für sie so wichtig. Es ist ihr erstes großes Projekt als Maklerin und mit der Provision würde sie eine Wohnung kaufen, damit Dillan endlich sein langersehntes eigenes Zimmer bekommt. Denn aktuell wohnen Dillan und Esther in ihrem alten Kinderzimmer in dem Haus ihrer Eltern. Aber ihr Kleiner wünscht sich ein eigenes Zimmer, also versucht sie alles, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

Eigentlich sollte es der Tag werden, an dem die Verträge des Hauses unterschrieben werden sollten. Der Freund der Frau soll es heute das erste Mal schaffen einen Termin wahrzunehmen, um das Haus, dass die Frau Danielle so liebt, abzusegnen. Und dann trifft sie auf den Mann ihrer Kundin und Esther trifft der Schlag. Vor ihr steht Sam. Ihr Sam. Der Sam von vor fünf Jahren. Sie kann es einfach nicht fassen, aber ihre Augen täuschen sich nicht. Auch Sam kann es absolut nicht fassen, dass ausgerechnet Esther die Maklerin ist. Sie wollte Sam nach der unvergesslichen Nacht wiedersehen, aber nicht an dem Tag, der das Leben von ihr und ihrem kleinen Sohn verändern könnte.

Sam möchte jemand anderen als Makler haben, aber Esther ist auf die Provision angewiesen und so versucht sie alles, damit Sam sie als Maklerin behält.

Was mir sofort positiv aufgefallen ist, sind die wunderschönen Kapitelzierden. Gerade die Kapitel vor fünf Jahren, sind so besonders und waren jedes einzelne Mal ein absoluter Hingucker. Im Hintergrund sieht man eine verschwommene Version eines Riesenrads und eine Dachreihe. Aber auch die Kapitelzierden in der Gegenwart waren wunderschön. Dabei unterschieden sich Sam´s Kapitelzierden und die von Esther und dennoch ähnelten sie sich.

Was ich bei diesem Buch sehr besonders fand, waren die Zeichnungen der Protagonisten und auch von Dillan im Buch. Diese wurden von der Autorin selbst gezeichnet. Diese Bilder haben die Szenen veranschaulicht und die Szenen besonders gestaltet. Außerdem konnte man sich die Charaktere so viel besser vorstellen und hatte bei allen Szenen ein Bild vor Augen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich wirklich meine Probleme mit der Protagonistin Esther Houadis hatte. Natürlich ist ihr Leben als alleinerziehende Mutter eines vierjährigen ohne eigene Wohnung sicher nicht einfach. Und sie braucht die Provision, weil der Vermieter einer wundervollen Wohnung in ihrem Nacken sitzt. Dennoch empfand ich ihr Verhalten als mehr als unprofessionell. Sie bedrängte Sam, obwohl sie eine eigene Regel hat, mit Personen mit V-Status (vergeben, verlobt, verheiratet) nicht zu flirten oder sogar weiterzugehen. Doch genau das macht sie. Sie versucht mit ihrem Körper Sam davon zu überzeugen, den Vertrag mit seiner Freundin Danielle zu unterschreiben. Sam findet ihre eindeutige Art natürlich alles andere als angemessen und sagt ihr das auch. Doch sie reagiert mit Wut oder Drama oder noch mehr Flirtversuchen.

Das finde ich ehrlich gesagt nicht in Ordnung. Man macht sich an keine vergebene Person heran, egal in welcher Lage man selbst ist. Aber nicht nur ihre Art Sam gegenüber fand ich unpassend. Im Laufe des Buches hat sie sich öfter sehr falsch verhalten und teilweise auch sehr pampig und aggressiv. Sie hat aus allem ein Drama gemacht und vieles in den falschen Hals bekommen. Außerdem durfte man ihr unter gar keinen Umständen helfen, weil sie keine Hilfe braucht, obwohl sie sie gebraucht hätte. Sam wollte für seinen Sohn da sein, ihr helfen, doch sie hat das die letzten vier Jahre allein hinbekommen, also brauchte sie seine Hilfe auch jetzt nicht.

Sie war für ihren Sohn da und wollte ihm seine Wünsche erfüllen. Ihr Verhalten ihrem Sohn gegenüber war wundervoll. Doch ihre Art und Weise anderen Menschen gegenüber? Das war die meiste Zeit über einfach eine mittlere Katastrophe, um ganz ehrlich zu sein.

Sam dagegen mochte ich sehr gerne. Und das auch von Anfang an. Er wollte eine kaputte Beziehung zu Danielle retten und wollte eine Beziehung zu seinem Sohn aufbauen, der ihm gegenüber sehr zurückhaltend und distanziert ist. Er hat kurze dunkle Haare, war groß und attraktiv, und hat braune Haare. Er versucht den Menschen meist nett gegenüber zu sein, auch wenn sie fragen, woher er denn wirklich kommt, weil sie mit der Antwort Alabama nicht zufrieden sind und das nur durch seine Hautfarbe. Sein Sohn Dillan ist wie eine Kopie von sich nur viele Jahre jünger. Er hat sein Bestes gegeben und hat versucht mit Esther umzugehen und das trotz ihres Verhaltens. Das habe ich ihn wirklich sehr hoch angerechnet, ich glaube ich hätte die ganze Zeit nicht so ruhig sein können. Ich glaube auch, dass ich nicht so hartnäckig hätte sein können trotz dessen, dass da ein Kind gewesen wäre, dass ich kennenlernen wollen würde.

Ich mochte, dass die Verbindung zwischen Sam und Dillan sehr langsam aufgebaut wurde. Dadurch empfand ich es als recht authentisch dargestellt und es war nicht zu schnell. Dillan musste sich auch erst einmal an einen Mann neben seinem Opa in seinem Leben gewöhnen und so empfand ich ihr Tempo passend.

Manchmal hätte ich mir mehr Konversation und weniger Verschweigen und Lügen zwischen den Protagonisten gewünscht. Natürlich kennt man das in vielen Büchern und ohne fehlende Konversation, wären viele Bücher auch nicht annähernd so dramatisch und damit spannend. Dennoch waren es Kleinigkeiten, bei denen ich mir das gewünscht hätte.

Ich kam gut durch die Geschichte durch und dann kam das letzte Kapitel. Das einzige Kapitel, welches nicht aus der Sicht von Esther oder Sam geschrieben wurde, sondern aus der Sicht aus einer ganz besonderen Person: Dillan. Ich habe das Kapitel geliebt und mich hat es fasziniert, wie gut die Geschichte seine Kindlichkeit in das Kapitel bringen konnte. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit eine kindliche Stimme im Kopf.

Ich habe die Kleinstadt Hartwell sehr geliebt. Anfangs brauchte ich etwas, um die richtigen Linien zwischen einzelnen Personen zu ziehen, aber sobald ich das einmal hatte, habe ich die Pension und ihre Bewohner gemocht. Auch wenn das Verhältnis der Familien sehr angespannt war, war es dennoch schön so viel Hartwell Content zu haben. Dadurch möchte ich auf jeden Fall noch Band 1 – die Geschichte von Andy & Ian – und Band 2 lesen – die Geschichte um Melissa & Caleb. Aber auch auf Band 4 in dem es um Jane und Ezra gehen wird, freue ich mich schon. Ich habe die Clique in mein Herz geschlossen und freue mich auf mehr Content von ihnen und Hartwell.

Der Schreibstil von Francis Eden war sehr angenehm zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen und wenigen Stunden verschlungen. Vor allem die ersten 100 Seiten habe ich praktisch inhaliert. Ihr Schreibstil war flüssig und dadurch sehr angenehm. Außerdem war er auch sehr bildlich, dadurch konnte ich mir vieles sehr gut vorstelle, was mir gefallen hat. „Let me Stay“ wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.

Fazit:

Ich habe mich sehr auf mein erstes Buch von Francis Eden gefreut. Und ich kann sagen: es wird nicht mein letztes gewesen sein.

Mit der Protagonistin Esther Houadis hatte ich leider meine Probleme. Ihr Verhalten ihrem vierjährigen Sohn gegenüber mochte ich sehr. Sie hat ihr Bestes gegeben, damit er eine schöne Kindheit hat, obwohl ein Elternteil nicht Teil seines Lebens war. Doch all ihre guten Absichten in Ehren, ich empfand ihr Verhalten teilweise sehr unprofessionell und falsch. Sie brauchte die Provision des Hauses, dennoch fand ich es nicht okay, wie sehr sie sich Sam an den Hals geschmissen hat, obwohl sie wusste, dass dieser eine Freundin hatte. Aber auch das Verhalten anderen gegenüber empfand ich teilweise als recht aggressiv und pampig.

Wo ich Esther manchmal als unsympathisch empfand, war mir Sam von Anfang an sehr sympathisch. Er hat alles gegeben und versucht immer auf Esther zuzugehen, obwohl sie sich zurückgezogen hat. Sam wollte sie aus ihrem Kaninchenbau holen und gelichzeitig auch Dillan näherkommen. Ich mochte ihn sehr.

Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und angenehm. Dadurch habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet und bin vor allem durch die ersten 100 Seiten nur so geflogen. Ich freue mich schon auf Band 4 und möchte auch Band 1 und 2 lesen.

„Let me Stay“ überzeugt mit einem sympathischen Protagonisten, einem tollen Setting in Hartwell und einem flüssigen Schreibstil.

4⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank liebe Francis für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension zu „Puls – Schlag“

Rezensionsexemplar

-Bilder kommen noch-

Informationen:

Titel: Puls – Schlag

Autorin: Adriane Haußmann (28 Beiträge der Redaktion)

Verlag: Tolino

Genre: Kurzbeiträge

Erschienen: 09.05.2022

Preis: E-Book: 4,99€

Seitenanzahl: 117

Das Cover:

Ich persönlich hätte in einem Laden, wenn es ein Print zu dem Buch geben würde, wahrscheinlich nicht danach gegriffen, aber ich bin mir sicher, dass es viele anspricht. Die Figur passt gut zum Thema und das mochte ich.

Der Klappentext:

„Noch immer gelten meine Sehnsüchte und Wünsche dir. Noch immer ist es deine Stimme, die mir nachts ins Ort flüstert. Noch immer sind es deine Hände, die mich berühren, wenn ich mich selbst berühre. Noch immer sind es unsere Bilder, die ich vor Augen habe, wenn ich Lust empfinden will.“ Es sind Worte einer Sub an ihren Herrn. Worte voll Gefühl, in Aufrichtigkeit und Sehnsucht. Das ist es, was hier auf diesen Seiten auf Sie wartet. 28 ganz verschiedene Beiträge von Autor:innen, die von eigenen erotischen Erfahrungen und Fantasien berichten. Lassen Sie sich in eine Welt ohne Grenzen entführen. Lesen Sie von nächtlichem Besuch, prickelnden Abenteuern und tiefen Einblicken in verborgene Seelen, die lieben, lachen …. leben.

Meine Meinung:

Die Idee, dass das Online-Magazin „Herz im Schritt“ aus über hundert Kurzgeschichten ein Buch machte, fand ich echt toll. Am Ende sind es 28 Kurzgeschichten geworden, „die klingen als würde es die beste Freundin erzählen“.

Das Buch gibt es (bisher) nur als E-Book, aber ich habe von der Redaktion netterweise einen Ausdruck zugeschickt bekommen. Das Buch sind 42 Normseiten also etwa doppelt so viele E-Book Seiten. Jede Geschichte ist eine, höchstens zwei Seiten lang. Das Buch wurde in verschiedene Teile unterteilt: „Federwispern“, „Lustgeflüster“, „Seelenstriptease“, „Gelebte Erotik“ und „Das erste Mal“.

Der erste Beitrag und auch der einzige Beitrag in „Federwispern“ mochte ich. Es war ein Gedicht und damit einfach mal etwas ganz anderes und das mochte ich. Davon hätte ich sehr gerne mehr gelesen.

Auch, wenn auf dem Sticker „28 erotische Beiträge“ steht, enthält das Buch nicht nur spicy Szenen. Es geht auch, um Gefühle und Gedanken im Alltag. Vor allem die Beiträge zu „Seelenstriptease“ gehen nicht beziehungsweise kaum um den sexuellen Aspekt, sondern um Gedanken und Gefühle. Das mochte ich sehr gerne. Es ging hier zum Beispiel darum, dass Liebe manchmal nicht reicht, oft keine Zeit füreinander da ist unter all dem stressigen Alltag, es geht aber auch ums Vermissen und Loslassen. Diese Szenen oder Beiträge haben mir mehr gefallen, weil sie tiefer gingen und nicht so oberflächlich waren.

Meiner Meinung nach gingen die Geschichten alle in die gleiche beziehungsweise ähnliche Richtung. Es war bei vielen Szenen irgendwie das gleiche und war für mich sehr oberflächlich. Sie konnten mich nicht berühren und auch die Seelenstriptease Beiträge gingen mir nicht so sehr unter die Haut, wie ich es gehofft hatte. Das ist bei einer dreiviertel Normseite aber natürlich auch sehr schwierig. In den Szenen die spicy waren ging es meisten um einen Herrn oder es war ähnlich.

Ich hätte mir da ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht, da so für jeden etwas dabei gewesen wäre. Gerade auch, weil ich es persönlich absolut nicht mag, wenn jemand beleidigt wird. Manche mögen das vielleicht, aber für mich ist das ein Red Flag und nicht mein Fall. In vielen Szenen werden die Frauen dabei als Schlampe bezeichnet, die es doch bitter nötig hätte. Diese Kurzgeschichte gingen eher in die BDSM und Dom/Herr und Sub Richtung und letzteres mag und lese ich nicht so gern.

Was ich aber mochte war, dass es auch Beiträge gab von nicht so perfekten Erlebnissen, wie sie immer in den Büchern geschildert wurden. Damit wird gezeigt, dass nicht immer alles perfekt ist und dass das auch okay ist. Manchmal passt es einfach nicht. Manchmal passt das gegenüber nicht. In einem Beitrag zum Beispiel war er ein absolutes Goldstück. Er war zuvorkommend und sympathisch und dennoch wird sie ihn wahrscheinlich nicht mehr wiedertreffen. Manchmal passt es auch auf einer Ebene nicht und auf der anderen matcht man dagegen richtig gut.

Das Buch ist aber an sich sehr schwierig zu bewerten, da es 28 Beiträge sind von verschiedenen Autor*innen, die teilweise auch ihre Erfahrungen teilen.

Anderen wird dieses E-Book sicher gefallen.

Fazit:

Die Beiträge waren nicht alle erotisch, wie auf dem Sticker auf dem Cover steht, denn es ging auch um das Loslassen und Vermissen. Es geht auch darum, dass man durch den stressigen Alltag oft keine Zeit für sich oder füreinander hat.

Ich hätte mir mehr Abwechslung gewünscht, mehr Tiefe (gerade bei den Kapiteln mit der Kategorie Seelenstriptease). Ich zum Beispiel mag keine Geschichten über Herrn/Doms und Subs und diese Beiträge gibt es vermehrt in dem Buch. Was ich aber auch nicht mochte waren die vielen Beleidigungen den Frauen gegenüber. Diese wurden oft als Schlampe betitelt und das ist für mich persönlich eine Red Flag. Aber das ist auch nur meine persönliche Meinung, wenn einem Geschichten in diesem Genre gefallen, wird man hier auf jeden Fall fündig.

„Puls – Schlag“ war für mich persönlich weniger etwas, aber das ist nur meine persönliche Meinung und andere können bei diesen Beiträgen bestimmten abschalten.

2,5⭐️ von 5⭐️

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

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